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Blogroll
Erscheinung des Herrn, Pommersfelden, 6. 1.2010
6.1.2010 von eduard.
Jesaja: 60,1-6; Psalm 72,1-2. 7-8.10-13; Epheser 3,2-6; Matthäus 2,1-12
Liebe Sternsingerinnen und Sternsinger, liebe Fest- und Internetgemeinde!
In jeder hl. Messe gibt es drei wichtige Gebete, die dem Vorsteher zustehen und deshalb auch Vorstehergebete genannt werden: Tagesgebet, Gaben- und Schlussgebet. Sie sind am Hochfest Erscheindung des Herrn von besonderer Schönheit.
So heißt es im Tagesgebet: „Allherrschender Gott, durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind, hast du am heutigen Tag den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart.“ Damit wir der Stern herausgegriffen aus der Weihnachtsgeschichte und thematisiert.
Sterne gucken und Sterne deuten kommt wieder in Mode. Im Winter funkeln sie besonders hell am nächtlichen Himmel. Anlass dazu bot uns das „Internationale Jahr der Astronomie“, das im vergangenen Jahr stattfand. Vor genau 400 Jahren, am Epiphaniefest 1610, entdeckte Galileo Galilei mit seinem Fernrohr erstmals die Monde des Jupiters. Zur selben Zeit veröffentliche Johannes Keppler sein Lehrbuch über Astronomie, in dem erstmals die Bewegungen der Planeten korrekt beschrieben sind.
Der helle Stern in der Erzählung des Matthäus mag so durchaus erstrahlt sein. Denn für das Geburtsjahr Jesu haben die Astronomen errechnet, dass zwei große Planeten Jupiter und Saturn im Sternbild der Fische ihre Bahnen kreuzten und so durch die Konjunktion unvergleichlich heller erstrahlten. Dieses Phänomen konnte tatsächlich weithin gesehen werden und mit Sicherheit in der Astronomenschule Borsippa im Zweistromland Tigris und Euphrat, dem heutigen Irak. Die Sternenkunde ist die älteste Wissenschaft überhaupt. Denn davon hing die Erstellung des Kalenders ab, so konnte man Aussaat und Ernte, Überschwemmungen und Dürrezeiten bei der Feldarbeit berücksichtigen. Die sternkundigen Missionare waren bei den Völkern, die sie erstmals aufsuchten, recht angesehen. So kam vor genau 400 Jahren der große Jesuitenastronom Matteo Ricci an den Hof des chinesischen Kaisers und erhielt dank seiner Kenntnisse die höchsten Stellungen und Würden zugewiesen. Durch ihre hohe Stellung waren sie auch sehr reich und konnten durchaus mit den Königen Schritt halten.
Sterne waren für die Sterndeuter aus dem Osten Zeichen ihrer Sehnsucht nach dem geheimnisvollen Königssohn, der kommen wird, um die Welt zu Erlösen. Die Sterne bleiben auch für uns, ohne dass wir den Humbug der Horoskope glauben: Zeichen der Sehnsucht nach Gott, nach dem Großen und nach dem Sinn unseres Lebens. Der Auf- blick in die schier unendlichen Weiten des Weltalls macht uns bescheiden. Wir sind nur ein winziges Staubkörnchen in einem Universum, dessen Größe unsere Vorstellungskraft sprengt. Um wie viel mehr müssten wir dann unseren Planeten Erde lieben, dessen Zukunft gefährdet ist. „Wir betraten den Mond und entdeckten dabei die Erde“ gestanden die amerikanischen Astronauten Armstrong und seine Gefährten.
Auch die Sterndeuter treten an die Krippe heran. Sie versinnbildlichen die Völker der Erde, während die Hirten nur für das Volk Israel stehen. Beide begegnen dem Kind in der Krippe, in dem sich das Heil und die Rettung der ganzen Menschheit offenbart haben. Prophet und Stern gehören zusammen und ergänzen sich. Auf ihrem langen Weg brauchten die Sterndeuter auch die Auskunft der Hl. Schrift, nachdem sich der Stern ihnen für einige Zeit entzogen hatte. Für jeden Menschen gib es einen Weg zu Gott und mag er auch noch so weit und beschwerlich sein. Er macht sich sogar die Praktiken heidnischer Magier zunutze, um sie zur Krippe zu führen.
Sterne stehen für Orientierung. Jahrtausende hindurch haben sich die Seefahrer danach ausgerichtet, um heil übers Meer zu kommen. Das ist in unserer Zeit zwar wesentlich einfacher geworden, aber auch wir brauchen Orientierung in den Stürmen und Wirrnissen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise. Was gestern noch galt, ist heute schon überholt. Trotz Fortschritten in Wissenschaft und Technik, gelingt es uns nicht die Arbeitslosigkeit, die Not und den Hunger zu besiegen, Hass, Feindschaft und Unglück in unseren Familien.
Das Gabengebet thematisiert und überhöht die Gaben der Weisen auf Christus hin: „Allmächtiger Gott, nimm die Gaben deiner Kirche an. Sie bringt nicht mehr Gold, Weihrauch und Myrrhe dar, …“ Sterndeuter waren in der Regel sehr wohlhabende Leute und erhielten für ihre Dienste beachtliche Managerbonis von ihren Herrschern. Deshalb konnten sie sich auch solch aufwendige Geschenke leisten, die sonst eigentlich nur Herrschern und Königen eigen sind. Die Goldvorkommen Arabiens waren schon im Altertum sprichwörtlich. (siehe Ophirgold!) Weihrauch war so kostbar in damaliger Zeit, das er mit Gold aufgewogen wurde und Myrrhe war eine begehrte Heilspflanze, die schmerzlindernd wirkte und narkotisierend. So reichte man Jesus vor seiner Hinrichtung einen Becher mit Myrrhe. So wird sie zum Symbol des Leidens, Sterbens und Begräbnisses. Denn die Toten wurden mit einer Salbe behandelt, in der nebst Balsam und Aloe auch Myrrhe hinzukam. Ihr Sternsinger stellt die Myrrhe mit eurer Kreide dar, die in früheren Zeiten als Medikament galt. Auf jeden Fall verfeinert sie die Stimme. (Siehe Märchen mit Wolf und 7 Geißlein!)
In der 1. Lesung aus Jesaja heißt es: „Die Schätze der Völker kommen zu dir. Zahllose Kamele bedecken das Land, Dromedare aus Midian und Efa. Alle kommen von Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.“ In diesen Tagen erlebten wir erneut ein Weltwunder, das die sagenhaften Schätze Arabiens ermöglichten. Das höchste Haus der Welt der Burj- Dubai mit seinen 828 m Höhe hat 3 Milliarden Dollars gekostet! 10.000 Arbeiter waren dabei ständig beschäftigt. Südarabien als Herkunft der Königin von Saba und der Weisen verband sich mit der messianischen Deutung König Salomos, dem Sohn Davids, zumal auch die Gaben übereinstimmten. Diese Deutung wird vom Herrn selber im Evangelium bestätigt: „Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen, denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.“ (Mt 12,42)
Damit verbindet sich die Aussage von Psalm 72,10 f. in dem es heißt: „Die Könige von Tarschisch und von den Inseln(Griechenland) bringen Geschenke, die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben. Und es sollen sich niederwerfen vor ihm alle Könige, alle Nationen sollen ihm dienen.“ In Vers 15, der nicht mehr zu unserem liturgischen Text gehört, steht: „Er lebe und Gold von Saba soll man ihm geben“. Hierin sahen die Christen eine Vorausdeutung auf die Anbetung des Jesuskindes durch die heidnischen Pilger aus dem Morgenland. Auch die spätere Umdeutung der Sterndeuter zu Königen ging von diesem Psalm aus.
Das Schlussgebet bündelt alle diese Gedanken und Bilder im gnadenhaften Licht Gottes:
„Wir danken dir, allmächtiger Gott, für die heiligen Gaben und bitten dich: Erhelle unsere Wege mit dem Licht deiner Gnade, damit wir in Glauben und Liebe erfassen, was du uns im Geheimnis der Eucharistie geschenkt hast.“
Von den aufgehenden Lichtern des Himmels über Jerusalem in der 1. Lesung die Rede. „Auf werde Licht, Jerusalem, denn es kommt dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir.“ Für mich ist das die schönste Lesung des ganzen Kirchenjahres aus dem Propheten Jesaja. Einer Kranken, der ich sie heute vortrug, brach in einen entzückenden Ruf aus. „Wie schön!
Es gibt noch größere Schätze als materielle Güter, sagt uns die 2. Lesung aus dem Brief an die Epheser. Es ist die Zugehörigkeit zum Volke Gottes, dem Leib Christi. Dazu sind alle Menschen und Völker berufen, um an derselben Verheißung in Christus Jesus teilzuhaben. Afrika ist der große Kontinent der Hoffnung. Nirgends sonst wächst die Zahl der Christen so nachhaltig als hier. Nirgends sonst gibt es so viele Priesterberufe als hier. Gottes Stern des Glaubens und der Freude geht eben über alle auf.
Im zweiten Teil des Tagesgebetes hieß es: „Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt. Führe uns vom Glauben zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit.“
Zu den Liedern: Während des Einzugs mit den Sternsingern 139, 1-4;
Hier die Segnungen von Weihwasser, Salz, Weihrauch und Kreide.
Kyrie 129; Gloria 927,1+4. Nach der 1. Lesung lässt sich der Psalm mit dem Kehrvers Gl. 153 sehr leicht und schön singen. Nach der 2. Lesung Halleluja 530,7 oder 530,8. Gabenlied 146; Sanktus 941,1; Agnus Dei 960; Kommunion: 555; Dankgesang: 135; Zum Ausszug 147,1-3
Gut macht sich am heutigen Fest am Ende des Gottesdienstes:das heilige Osterfest anzukündigen, am 4. April wie auch weiterer Feste. Das liturgische Institut in Trier hat dazu einen schönen Text verfügbar.
C) Fürbitten: Fest Erscheinung des Herrn, P., 2010
Erschienen ist die Herrlichkeit des Herrn. Denn Gott ist mit uns. Ihn dürfen wir voll Vertrauen bitten:
1. Öffne den Christen auf der ganzen Welt die Augen, damit sie den Stern des Glaubens sehen und Christus nachfolgen.
Gott, Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns!
2. Stehe den Mächtigen unserer Tage bei und schenke ihnen Orientierung, damit sie für das Wohl der Menschen wirken…
Gott, Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns!
3. Erfülle die Suchenden mit deiner Liebe, damit sie deinen Stern finden auf den Wegen ihres Lebens.
Gott, Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns!
4. Gewähre unserer Pfarrgemeinde gute Zusammenarbeit zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen bei uns mit ihren vielfältigen Aufgaben…
Gott, Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns!
5. Schenke unseren Sternsingerinnen und Sternsingern viel Freude bei ihrer guten Tat, offene Türen und freigiebige Spender…
Gott, Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns!
6. Vollende das Leben unserer Verstorbenen in deinem ewigen
Licht, das alle Sterne dieser Welt übertrifft…
Gott, Vater im Himmel: Wir bitten dich, erhöre uns!
Unbegreiflicher, starker Gott, Fürst des Friedens, groß ist deine Herrschaft und dein Friede nimmt kein Ende – bis in alle Ewigkeit. AMEN.
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2. Sonntag nach Weihnachten, Höchstadt, 2./3. Januar 2009
3.1.2010 von eduard.
2. Sonntag nach Weihnachten, Höchstadt, 2./3. Januar 2009
Johannes 1,1-18; Jesus Sirach 24,1-2.8-12 und Epheser 1,1-18
Dreimal am Tag beten gläubige Christen den „Engel des Herrn.“ Dazu läuten die Glocken zum sog. „Angelus“. Der heilige Vater betet ihn an allen Sonn- und Festtagen vom Fenster seines Zimmers vor. Der dritte Satz dieses Gebetes enthält das Weihnachtsgeheimnis: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“. Es ist dem heutigen Evangelium entnommen, das wir schon am I. Weihnachtstag in der hl. Messe am Tage gehört haben. Was ist mit dem Wort und dem Fleisch gemeint? Bei einigem Nachdenken kommen wir drauf, dass damit nur Gottes Sohn gemeint sein kann und mit dem biblischen Ausdruck „Fleisch“ - der Mensch. Demnach bedeutet dieses Gebet: Und Gottes Sohn ist Mensch geworden und hat unter uns gewohnt. Das verstehen wir in etwa, aber warum nennt der Evangelist Johannes die Dinge nicht gleich beim Namen und drückt sich so umständlich aus.
1. Um das Geheimnis der Menschwerdung seinen griechischen Zeitgenossen näher zu bringen, gebraucht er einen Begriff aus der griechischen Philosophie. Nach Platon hatten die Gedanken und Ideen bzw. Ideale ihre eine eigene Existenz von Anfang an, die sich von der materiellen Körperwelt unterschieden. Hier konnte Johannes gut ansetzen. Wie der Gedanke beim Menschen schon lange da ist, bis er ihn im Wort ausspricht. So lebte Gottessohn von Anfang an bei Gott Vater. Er hat ihn in die Menschheit hineingesprochen wie ein Wort(die zweite göttliche Person) - und der Hauch dieses Wortes steht für die dritte göttliche Person den Heiligen Geist. Das Geheimnis der Menschwerdung gründet auf dem Geheimnis der Hl. Dreifaltigkeit. Das griechische Wort „Logos“ hat eine viel umfassendere Bedeutung als im Deutschen. Es bedeutet nicht nur das Wort, das ausgesprochen wird, sondern kann je nach Zusammenhang auch Vernunft, Ausspruch, „Weisheit sein“ bedeuten.
2. Damit wären wir beim Inhalt der ersten Lesung angelangt. Der Begriff „Weisheit“ kommt schon in den Schriften des Alten Bundes vor, ja ganze 7 Bücher bilden die sog.“ Lehrbücher“ oder „Weisheitsbücher“. Zu diesen 7 Büchern gehört auch das Buch des Weisheitslehrers „Jesus Sirach“, das vermutlich in Alexandrien, in der griechisch- sprechenden Diasporagemeinde der Juden in Ägypten entstanden sein dürfte. Der Name „Jesus“ war im AT sehr gebräuchlich. Sehr deutlich erscheint die Weisheit als Eigenschaft Gottes im 24. Kapitel dieses Buches, aus dem die heutige Lesung entnommen ist. Darin nimmt die Weisheit Züge einer eigenen Gestalt an, fast solche wie einer Person, die sich in Gottes Gegenwart aufhält und beim Volk Israel Wohnung genommen hat. Ja, noch mehr die bei der Schöpfung dabei war. „Vor der Zeit, im Anfang, hat er mich erschaffen, und bis in Ewigkeit vergehe ich nicht.“ Wir merken schon an diesen Sätzen, wie sehr sie denen des Evangeliums ähneln. Wohl hielten die Juden streng am Glauben des einzigen Gottes fest, aber hier konnte Johannes gut anknüpfen. Die Weisheit wird schon im Alten Bund als „Töchterchen Gottes“ betrachtet oder Vermittlerin der Schöpfung, die also am Schöpfungsmorgen dabei war, ja vor aller Zeit bei Gott wie eine Spielgefährtin lebte. Es ist deshalb nur folgerichtig, wenn auch Johannes vom Wort sagt, dass „durch ihn alles geworden ist“. Für ihn und alle, die an seinen Meister glauben, ist die „göttliche Weisheit“ nicht mehr nur „Töchterchen Gottes“, sondern „Sohn Gottes.“ Die Erlösung ist wie eine neue Schöpfung. Gott schafft durch Taufe und seine Vergebung die Gnade neu in der Seele des Menschen.
3. Noch eine weitere Ähnlichkeit gilt es hervorzuheben: zwischen Weisheit und Wort. Gott schlug für die Weisheit ein Zelt auf und sie nahm Wohnung in der heiligen Stadt Jerusalem, fasste hier Wurzeln und tat Dienst im heiligen Zelt, das heißt im Tempel. Im Gottesdienst am Tempel zu Jerusalem findet die Weisheit die Krönung ihrer Sendung. Dem entspricht die Offenbarung: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt oder gezeltet.“ Jedoch nicht mehr im irdischen Tempel zu Jerusalem und bei einem Volk, sondern bei allen Menschen und Völkern, die zum Glauben gekommen sind.
Daraus geht hervor, dass die Christen mit ihrem Erlöser so verbunden sind, dass er sie schon vor der Schöpfung bedacht hat. Der Epheserbrief beschreibt diese Gemeinschaft erstmals als Kirche. Denn Gott hat auch uns vorausbestimmt seine Söhne und Töchter zu werden, das heißt Brüder und Schwestern Jesu Christi. Das ist auch für uns Grund zum Danken, dass er uns erwählt hat und uns seine herrliche Gnade geschenkt hat. Alle diese Gedanken lassen sich mit den Psalmversen zusammenfassen: „Er sendet sein Wort zur Erde * rasch eilt sein Befehl dahin. - Er verkündet Jakob sein Wort, * Israel seine Gesetze und Rechte. An keinem anderen Volk hat er so gehandelt.“ (Ps147, 15-16)
C) 2. Sonntag im Jahreskreis, Höchstadt, 2./3. Januar 2010
Allgemeines Gebet der Gläubigen
Gott, hat uns und alles in der Welt durch sein Menschgewordenes Wort, Jesus Christus, alles ins Dasein gerufen. Gott, du Ursprung allen Lebens, wir bitten dich,
- Wir stehen in einem neuen Jahr. Dem Leben spendenden Wort Gottes empfehlen wir unsere Hoffnungen, unsere Vorhaben und Sorgen. - Gott, du Ursprung allen Lebens.
- Wir wissen nicht, was das neue Jahr bringt. Dem heilenden Wort Gottes empfehlen wir alle Bemühungen, das Leben der Menschen auf der Erde gerechter, erträglicher und hoffnungsvoller zu gestalten. - Gott, du Ursprung allen Lebens.
- Kinder ziehen als Sternsinger durch unsere Straßen und unsere Häuser. Dem lichtvollen Wort Gottes empfehlen wir die Boten des Weihnachtsfriedens. - Gott, du Ursprung allen Lebens.
- Noch immer zerstören Kriege menschliches Leben. Wir empfehlen dem fleischgewordenen Wort die Opfer von Hass und missbrauchter Macht. - Gott, du Ursprung allen Lebens.
- Vielen Gemeinden bei uns und weltweit fehlen die Priester. Wir
empfehlen dir im Jahr des Priesters unsere Bitte um Berufungen. -
Gott, du Ursprung allen Lebens.
- Angesichts des Todes unserer im letzten Jahr Verstorbenen, erhoffen wir das Wort, das sie ins Leben ruft. - Gott, du Ursprung allen Lebens.
Gott, du hast dein ewiges Wort in deine Schöpfung gesandt und so leuchtet in der Finsternis dein Licht. Darum lobpreisen wir dich mit unseren schwachen Worten, Gesängen und unserem Leben mit deinem Sohn Jesus Christus, der mit dir lebt und Herr ist in alle Ewigkeit.
ZUR LITURGIE
Gut eignet sich der Text des Eröffnungsverses(Introitus) als Einstieg
„Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da stieg dein allmächtiges Wort, o Herr, vom Himmel herab, vom königlichen Thron.“
Kyrierufe:
Herr, Jesus Christus
- Du bist die ewige Weisheit Gottes - Kyrie, eleison
- Du bist das Wort, das der Vater ausspricht - Christe, eleison
- Du bist der Mensch gewordene Sohn Gottes - Kyrie, eleison
Zu den Liedern:
E: 130, 1- 3 Gelobt seist du, Jesu Christ
Gloria: 457
Psalm 147, 12-13. 14-15.19-20 mit Kehrvers 149,6
Halleluja 530,2
Credo eignet sich wegen der Thematik das Große 356
Fürbitten siehe oben
Gabenlied: 847: Auf, Christen, singt festliche Lieder
Sanktus von Heinrich Rohr: 459
Agnus Dei: 461
Kommunion: 137 oder 555
Dankgesang: 143
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Christmette in Reundorf, 2009
24.12.2009 von eduard.
Christmette in Reundorf, 2009 - 22.00 Uhr
In früheren Zeiten kam man mit einer Laterne zur Christmette und zum Mettenamt. Unbedingt braucht man sie jetzt nur noch bei Stromausfall. Das kommt selten vor. Nun fand ich in der Zeitschrift „Die Botschaft heute“ Heft 10, herausgegeben vom Bergmoser-Verlag von Wolfgang Raible, dass uns aus der Geschichte 2 Laternenerzählungen überliefert worden sind: Die erste von dem griechischen Philosophen Diogenes dürfte bekannt sein: Beim hellen Tag ging er mit einer Laterne durch die Straßen, leuchte den Leuten ins Gesicht und rief unentwegt: „Ich suche einen Menschen.“ Damit meinte er wohl, dass er bei seiner Suche nicht an der Oberfläche stehen bleiben, sondern auch in den Menschen hinein leuchten will. Aber was gibt Sinn und Tiefe? Was macht den wahren Menschen aus? Wie kann mein Leben wirklich gelingen und gut werden? Die zweite Laternengeschichte war auch mir völlig neu. Sie spielt mit dem atheistischen Philosophen Friedrich Nietzsche. Auch er entzündet am hellen Tag eine Laterne und läuft damit über den Markplatz und ruft unaufhörlich - nicht: “Ich suche einen Menschen“, sondern „Ich suche Gott! Ich suche Gott!“ Der zweite Laternenträger antwortet auf die erstaunte Frage der Leute: „Ist Gott denn verloren gegangen?“ - „Ich will es euch sagen, wir haben ihn getötet.“ Dabei wirft er seine Laterne zu Boden, so dass sie zerbricht und erlischt. Der zweite Laternenträger bringt uns auf die Frage: „Wo finde ich den Gott wieder, den wir sooft verdrängt haben und dem wir keinen Raum geben wollten? Wo finde ich Halt? Woran kann ich mein Herz hängen? Wofür lohnt es sich wirklich zu leben?“
1. Die Geburt des Retters, von der wir im Evangelium gehört haben, möchte uns mit beiden Laternen erleuchten: mit der einen, die die Menschen sucht und der anderen, die Gott sucht. Der Menschen-Sucher und der Gott- Sucher müssten sich eigentlich im Stall zu Betlehem treffen. Hier ist einer auf die Welt gekommen, der uns vorgelebt hat, wie wahres Menschsein aussehen soll. Und er hat uns gleichzeitig gezeigt, wer Gott für uns sein will. Hier finden wir einen Menschen, der als Kind in Armut geboren wird, der sich nicht selbst in den Mittelpunkt stellt und nur um sich selbst kreist, der sein Leben nicht an Macht und Geld orientiert, dem die Not anderer unter die Haut geht, der sich mit Unrecht und Ausgrenzung nicht abfindet, der auf andere zugeht und sie tröstet. Er geht auch an Krankheit und Leid nicht vorbei, der vielmehr aufrichtet und heilt. Denn ER IST DER RETTER!
2. In dem Kind von Betlehem finden wir aber auch einen Gott, dem die Welt nicht gleichgültig ist, dem ich mit meiner Lebensgeschichte ganz wichtig bin. Er will uns ganz nahe kommen - mitten in unsere Sorgen und Schmerzen hinein, in unsere Armut und Ratlosigkeit. Er nimmt unsere Fragen und Suchen ernst. Denn er will uns Leben in Fülle geben, ihm etwas vom Glanz der hl. Nacht schenken. Als der Engel des Herrn zu den armen und verachteten Hirten herantrat, „umstrahlte sie der Glanz des Herrn.“
3. Können wir dem Propheten Jesaja beipflichten, der verheißt: „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf?“ Was stellen wir fest, wenn wir seine Zeit mit der Zeit der Geburt Jesu und mit unserer Zeit vergleichen? Mit dem Volk, das im Dunkeln lebt, meint der Prophet die beiden Nord- Stämme: Sebulun und Naftali, die in Galiläa lebten. Ihr Landstrich ist von den Assyrern erobert und die meisten Bewohner verschleppt worden. Für die wenigen, die noch vor Ort blieben, ist das Licht ausgegangen. Dennoch resigniert der Prophet nicht und kündet eine große Freude an, wie man sich freut bei der Ernte und wenn Beute verteilt wird. Die Wende kann nur einer bewirken. Der den Krieg für immer verbannt und Frieden wirkt durch ein Kind, dem messianische Eigenschaften zukommen. Der „Friedensfürst“ weist auf erstaunliche Möglichkeiten hin, denn er ist eng verbunden mit dem „Starken Gott“. Zurzeit Jesu, war das Land Juda selbst mit Betlehem unter Fremdherrschaft geraten. Denn Herodes der Große regierte von Roms Gnaden. Auch seiner Zeit wird in der Geburt des Kindes im Stall Frieden verheißen. Die Engel verkünden den Frieden. Ob er sich verwirklichen lässt, steht mit dem ersten Teil der Frohbotschaft in Verbindung, die die Engel einfordern: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe“ oder wie wir es gewohnt sind zu sagten: „Ehre sei Gott in der Höhe!“
Und wie sieht es in unserer Zeit aus? Vor der Geburtskirche in Betlehem steht ein Plakat mit der Überschrift: „Piece be with you!“ Knapp dahinter erhebt sich die 8 m hohe Mauer mit Stacheldraht und schussbereiten Soldaten. Immer noch gibt es zu viele Kriege, immer noch werden unschuldige Menschen getötet, auch Frauen und Kinder. Auch in unserer Zeit gibt es eine Menge Dunkelheit, verursacht durch die Wirtschaftskrise mit ihrer Massenarbeitslosigkeit, aber auch durch unzählige menschliche Krisen und Tragödien.
In diesem Jahr verbrachte ich einige Tage in Assisi. Unter den Giottos Fresken der Grabeskirche, wird auch der Weihnachtsgottesdienst von Greccio mitten in der Nacht gezeigt. In der hl. Nacht des Jahres 1223 strömten unzählige Menschen zu der Einsiedelei Greccio im Rietital mitten im Wald. Überall ertönte Gesang und von Tausenden Fackeln und brennenden Spänen wurde die Dunkelheit verscheucht. Als alle versammelt waren, wurde an einer richtigen Krippe vor der Grotte die hl. Messe gefeiert und Franziskus soll einen echten Säugling in das Stroh der Krippe gelegt haben. Als Diakon sang er das Evangelium und hielt die Predigt. Jedes Mal, wenn er den Namen Jesus Christus aussprach, zitterten seine Lippen und Tränen traten in seine Augen. Und beim Nennen von Betlehem klang seine Stimme wie das Blöcken eines Lammes. Ein Mann sah in einer Vision, wie der Heilige beim Glaubensbekenntnis ein leblos scheinendes Kind in der Krippe aus seinem tiefen Schlaf weckte. Am Ende des Gottesdienstes kehrten die Leute mit einer ganz großen Freude zurück. Denn sie sind dem Gott-Menschen begegnet.
Entscheidend ist für uns, dass auch wir uns auf den Weg machen, um den Menschen und Gott zu suchen. Mit der Laterne des Glaubens, der Hoffung und der Liebe lasst uns unser Leben ausleuchten. So entdecken wir die Spuren Gottes und seine Gegenwart in unserem Leben. Erschienen ist uns „die Gnade Gottes, um uns zu retten“(Titus), „aufgestrahlt ist uns das wahre Licht“(Tagesgebet) Geht es uns so sehr zu Herzen, dass wir selbst eine Spur menschlicher werden?
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CHRISTMETTE Reundorf 2009 - 22.00 Uhr |
A) Metten-Andacht (Lichter im Chorraum sind ausgeschaltet!)
Eröffnungslied GL 848 /1 +2 + 3 Heiligste Nacht mit feierlichen Einzug der Ministranten und Dienste.
Begrüßung und Einführung (Pfarrer)
ANKÜNDIGUNGSGESANG ZUR GEBURT DES HERRN(PFARRER)
1. Lesung aus dem Martyriologium (Lektorenkreis)
Lied: 847/1+2
2. Hymnus- Lesung aus der Ostkirche (Lektorenkreis)
G e b e t (Pfarrer)
Gütiger Gott, seit mehr als 2000 Jahren feiern wir Christen das Fest der Erlösung. Gib, dass wir deinen Sohn als unseren Retter und Heiland aufnehmen.
Lasst uns ihm voll Zuversicht entgegengehen, wenn er am Ende der Zeiten als Richter wiederkommt.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.
Priester stimmt das Gloria an.
B) Messfeier Beim Gloria (Sämtliche Lichter auch im Chorraum einschalten!)
GLORIA der heiligen Messe : 831
Da die Lesungen an Weihnachten für alle drei Lesejahre gleich sind, können alle drei Lektionars verwendet werden.
Lesung aus dem Propheten Jesaja 9, 1-6 (Lektorenkreis)
Antwort- Psalm (Lektorenkreis) 96, 1-2.3. u. 11.12-13a: Heute ist uns der Heiland geboren: Christus, der Herr
Lesung aus dem Brief an Titus (Lektorenkreis )
Halleluja GL 530/7 (Pfarrer) mit Evangelium und Predigt
CREDO 356 mit Kniebeuge
F ü r b i t t e n
Gabenlied 138/ 1- 5 …
Sanktus 823
Agnus De i 482
Kommunionlieder(Bitte, hier kein Vorspiel, sondern gleich mit den Liedern beginnen) 140, 143,
Zum Dankgesang: 849 (:Stille Nacht) Lichter ausschalten!
Zum Schlusslied 846 Lichter wieder einschalten
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Weihnachtsbrief 2009
22.12.2009 von eduard.
Liebe Orzydorfer,
Erinnern Sie sich noch?
Gruppenbild Orzydorfer Treffen 2009
Erinnern Sie sich noch an das „20. Orzydorfer Treffen“ am 30. Mai in der Meistersingerhalle in Nürnberg? An die feierliche Messe mit unserem Pfarrer Egmond Franz Topits und die musikalische Umrahmung von Wilfried Michl und Dr. Franz Metz? An den Einmarsch der Trachtenpaare, die Marsch- und Tanzmusik der “Romanticas”? Wenn Sie nicht dabei waren, dann ist Ihnen vieles entgangen: die Versteigerung des Vorstraußes durch Hans Ortmann, ersteigert wurde der Strauß von Gerlinde und Niki Funer, die Tombola, die Aus-stellung von Miniaturen von Nikolaus Rabong, besonders die Nachbildung der Orzydorfer Kirche mit Beleuchtung und Glockenklang, die Ausstellung mit Blumengebinde von Simo-na Forga, der festlich mit Blumen geschmückte Saal und nicht zuletzt das Wiedersehen mit Verwandten, Freunden und ehemaligen Nachbarn.
Der Vorstand und viele Anwesende fanden es bedauerlich, dass nicht mehr Landsleute zum Treffen kamen. Dies hat auch unseren Vorsitzenden Karl Scheible in seiner Rede veranlasst, nach dem Warum zu fragen. Schließlich bemüht sich der Vorstand immer wie-der um ein schönes Ambiente und viel Abwechslung. Bei der letzten Vorstandssitzung wurde allerdings beschlossen, das nächste Treffen wieder in Nürnberg in der Meistersin-gerhalle abzuhalten und noch attraktiver zu gestalten. Sollten Sie Antworten auf unser Warum haben, die Mitglieder des Vorstandes sind gerne bereit, Ihre Wünsche und Anre-gungen entgegen zu nehmen.
Bei den Neuwahlen des Vorstandes haben sich einige Veränderungen ergeben. Ingrid Komancsek ist aus dem Vorstand ausgeschieden. Wir bedanken uns für ihren Einsatz in den letzten Jahren. Neu in den Vorstand wurde Ramona Lambing gewählt. Elisabeth Ro-denkirchen hat die Kassenführung an Hannelore Flämig abgegeben, dadurch bedingt hat sich auch die Kontoverbindung geändert. Bitte beachten Sie, dass diesem Schreiben ein neuer Überweisungsschein beiliegt. Wir bitten um die Überweisung des Jahresbeitrages von 10,- Euro pro Person. Mit diesem Beitrag bestreiten wir die laufenden Kosten und be-zahlen den größten Teil der Ausgaben für die “Orzydorfer Treffen”.
Folgende Nachrichten aus den Familien dürfen wir weiter geben:
Wir gratulieren den Eltern Ramona und Stefan Rump zur Geburt ihrer Tochter Sarah in Neunkirchen, Gerlinde, geb. Schuster und Frank Frankenberg zur Geburt ihrer Tochter Julia in Eupen/Belgien, Corinna und Albert Ortmann zur Geburt ihres Sohnes Elias Imma-nuel in Altdorf, Veronika und Wilmar Slavik zur Geburt ihrer Tochter Sonja in Nürnberg und Elvira und Edmund Waasz zur Geburt ihres Sohnes Enrico in Jagstzell. Den jungen Erdenbürgern wünschen wir Gesundheit und ein langes, erfülltes und glückliches Leben.
Wir trauern um unsere Toten: Agnes Roch, geb. Weidmann in Nürnberg, Magdalena Fisch, geb. Kirsch in Freiburg, Simon Acker in Wiesbaden, Rosina Gillinger, geb. Berwei-ler in Saarlouis, Elisabeth Molnar, geb. Hönig in Deggendorf, Elisabeth Krisamer, geb. Bischof in Vaihingen/Enz, Margarethe Keller in Homburg, Barbara Kalch, geb. Bischof in Erdweg, Magdalena Scheible, geb. Klemann in Brühl-Schwetzingen, Nikolaus Blesz in Wuppertal, Margarethe Roos, geb. Krepil in St. Wendel, Gertrude Eipert, geb. Winter in Dormagen, Hedwig Hahn, geb. Lach in Temeschburg, Mathias Gombkötö in Baldham, Stefan Schmidt in Vienenburg, Stefan Roch in Homburg, Johann Zsiga in Heilbronn, Niko-laus Schaller in Kraichtal-Menzingen, Elisabeth Rabong, geb. Frank in Vaihingen/Enz und Maria Viel, geb. Ortmann in Saarlouis.
Bitte teilen Sie alle Nachrichten aus Ihren Familien Elisabeth Rodenkirchen mit (Tel. 07822/30417 oder e.rodenkirchen@t-online.de). Wir können nur die Geburtstage und Er-eignisse die wir tatsächlich kennen in der Banater Post veröffentlichen lassen bzw. Ge-burtstags-, Glückwunsch- und Beileidskarten verschicken.
Wenn Sie noch ein passendes Weihnachtsgeschenk suchen, unser „Orzydorfer Friedhofsbuch“ kann bei Eduard Ortmann (0911/713525) bestellt werden.
Der Vorstand der HOG Orzydorf wünscht Ihnen, liebe Landsleute, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2010! Bleiben Sie uns, unseren Landsleuten und unserer Heimatortsgemeinschaft treu verbunden.
Der Vorstand der HOG Orzydorf
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Der II. Teil des Advents
17.12.2009 von eduard.
Liebe Internetgemeinde,
zum II. Teil des Advents möchte ich Ihnen(Euch) einige Gedanken vorlegen, desgleichen über die Bedeutung des Begriffes „Rorate“ und auf Seite 4 finden wir wieder eine Rätselaufgabe.
Viel Spaß beim Lösen der Fragen. Auch bin ich dankbar für Ergänzungen, die sicher aus Ihren(Euren) Reihen kommen bezüglich des Advents und seiner Gestaltungselemente.
Bis demnächst
Euer
Internetpfarrer
Egmont Franz Topits
Der II. Teil des Advents
Mit dem heutigen Tag(17. Dezember) beginnt der zweite Teil des Advents als intensive Phase der Vorbereitung auf Christi Geburt. Stand im ersten Teil die Ankunft des Herrn am Ende der Zeiten im Mittelpunkt, so rückt jetzt die unmittelbare Menschwerdung des Gottessohnes in den Vordergrund. Dementsprechend führte uns die erste Phase den Propheten Jesaja mit seinen Verheißungen und Johannes der Täufer mit seiner Bußpredigt vor Augen. Gestern noch war das Messformular vom Mittwoch der 3. Adventswoche. Die Reihe wäre sowieso nur bis Freitag gegangen. Das heißt, dass wir heuer einen verhältnismäßig langen Advent haben. Die unterschiedliche Zeitdauer des Advents erklärt sich einerseits aus der Tatsache, dass der 25. Dezember stets auf einen anderen Tag in der Woche fällt und andererseits die Adventszeit immer mit dem ersten Adventssonntag beginnt. Ursprünglich waren es ja mal 6 Adventssonntage, weshalb der Advent schon nach Martini begann und umfasste 40 Tage der Vorbereitung auf Weihnachten, wie es ja auch 40 Tage der österlichen Bußzeit gibt. So wird verständlich, warum der Karneval in Köln und an vielen anderen Orten schon an Martini beginnt.
Das besondere des zweiten Teils des Advents sind nicht nur intensiv und schön gestaltete Messgebete, sondern vor allem die großen O- Antiphonen. Was ist eine Antiphon überhaupt? Es ist die Zusammenfassung eines Psalms oder einer Schriftlesung in wenigen Stichworten, die das Wesentliche enthalten und aussagen. Es gibt insgesamt 7 solcher großer d.h. längerer Antiphonen. In voller Länge kommen sie aber nur in der Vesper vor und nach dem Magnificat dran. In der hl. Messe bringen die Hallelujaverse jeweils eine kürzere Variante, vermutlich wegen des Singens. Das Gotteslob Nr. 772 verbindet die O- Antiphonen mit einer meditativen Andacht an. „O“- heißen sie, weil sie zum Zeichen der Sehnsucht mit diesem Ausruf beginnen, sowohl im Lateinischen als auch im Deutschen. Die einzelnen Antiphonen sind demnach:
1. „O SAPIENTIA - O WEISHEIT(17. Dezember), hervorgegangen
aus Gottes Mund, mächtig wirkst du in aller Welt, und freundlich ordnest du alles. Komm, o Herr, und lehre uns den Weg der Einsicht.“ Für uns Christen ist die Weisheit, die im Alten Bund als besondere Eigenschaft Gottes beschrieben wird - die 7 Lehrbücher werden insgesamt als Weisheitsliteratur bezeichnet - Jesus Christus selbst.
2. „O ADONAI - O HERR(18. Dezember) und Fürst des Hauses Israel, du bist dem Mose erschienen in der Flamme des Dornbuschs und gabst ihm das Gesetz am Sinai. Komm, o Herr, und erlöse uns mit starkem Arm.“ Adonai war eine Umschreibung des Namens Gottes, der anstelle des unaussprechbaren JAHWES verwendet werden durfte. Es geht hier in der Antiphon, um die Gottesbegegnung, die uns der Dornbusch des Neuen Bundes ermöglicht.
3. „O RADIX JESSE - O WURZEL JESSE, (19. Dezember) gesetzt zum Zeichen für die Völker. Vor dir verstummen die Mächtigen, dich rufen die Völker. Komm, o Herr, und erlöse uns; zögere nicht länger.“ Damit ist schon der menschliche Stammbaum des Erlösers angedeutet. Denn „Jesse“ oder „Isai“ war der Vater des Königs Davids, aus dessen Geschlecht der Messias geboren wird. Die Wurzel ist ein wunderschönes Symbol für den Advent überhaupt. Sie sollte jetzt anstelle der Blumen im Advent treten. Denn der Advent ist eine Zeit der Buße und der Erwartung. Bei der Gründung meiner Kreis- Landsmannschaft, habe ich vor 25 Jahren jeder und jedem Teilnehmer eine Wurzel in die Hand gedrückt. Kürzlich bekam ich die Rückmeldung, dass dieses starke Symbol in vielen immer noch nachwirkt. Werden wir uns der Wurzel unseres Glaubens bewusst. Sie reicht tief bis in den Alten Bund hinein.
4. „O CLAVIS DAVID - O SCHLÜSSEL DAVIDS(20. Dezember)
und Zepter des Hauses Israel. Du öffnest und niemand schließt, du schließest und niemand öffnet. Komm, o Herr, befreie aus dem Kerker den Gefangenen, der das sitzt in Finsternis und im Schatten des Todes.“ - Zur Zeit der Könige gab es in Jerusalem für deren Palast ein ausgeklügeltes Schlüsselsystem, um die Tore zu schließen und zu öffnen. Dazu gehörte ein Riesenschlüssel aus Holz, der ung. 1- 1 und 1/2 m groß war. Der Schließer trug ihn stets auf seiner Schulter, so oft er seinen Dienst versah. Bei seiner Einstellung wurde ihm dieser Schlüssel feierlich überreicht. Wir wissen, wer für uns der ist, der den Zugang zu Gott öffnet und schließt.
5. „O ORIENS - O AUFGANG(21. Dezember), Glanz des ewigen
Lichtes, du Sonne der Gerechtigkeit. Komm, o Herr, und erleuchte uns, die wir sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes.“ Schon die Urkirche hat das Bild der aufgehenden Sonne, des neuen Tages auf die Auferstehung des Herrn gedeutet. (orto iam sole - als soeben die Sonne aufgegangen war)
6. „O REX GENTIUM - O KÖNIG DER VÖLKER(22. Dezember), den sie alle ersehnen . Du Eckstein, der das Getrennte eint. Komm, o Herr, und befreie den Menschen, den du aus Erde geschaffen hast.“ Schon die Propheten mit Jesaja und Daniel haben eine Zeit verheißen, in der sich alle Völker zu dem einen Gott bekehren und bekennen werden. Der Eckstein ist ein beliebter Vergleich im Neuen Bund für den Erlöser. Er ist bereit den Menschen zu erlösen, den er geschaffen hat. Hier klingt auch das Motiv der Schöpfung und der Neuschöpfung in der Erlösung an.
7. „ O IMMANUEL - O GOTT MIT UNS. (23. Dezember) Du König
und Lehrer, du Sehnsucht der Völker und ihr Heiland. Komm, o Herr, und erlöse uns, Herr, unser Gott.“ - Es ist das erhabene Bild des Propheten Jesaja 8,8-10 und 9,1-6, das ausklingt in den Eröffnung- Gesang der Weihnachtsmesse: „Denn uns wurde ein Kind geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Seine Herrschaft ist groß und der Friede hat kein Ende.“ Im „PUER NATUS“ erklingt bereits die Ouvertüre zur Geburt Christi.
Ich bin gefragt worden, was man unter einer „Rorate“ versteht. Im weitesten Sinne versteht man darunter die Messfeiern an Wochentagen im Advent, im engeren Sinne die Messformulare zu Ehren der Gottesmutter Maria im Advent, die mit dem Eröffnungsvers(Introitus) versehen sind: „Rorate, coeli desuper et nubes pluant justum; aperiatur terra, et germinet Salvatorem“= „Tauet, Himmel von oben und Wolken regnet den Gerechten herab; es tue sich auf die Erde, und sprieße den Retter hervor.“ Dieses Zitat aus Jesaja 45,8 ist Gegenstand zahlreicher Adventslieder geworden: vom „Tauet, Himmel den Gerechten“ oder „Heiland, reiß den Himmel auf.“…Besonders beliebt sind diese Gottesdienste am frühen Morgen um 6.00 oder 6.30 nur bei Kerzenschein. Hier in Höchstadt sind sie zudem sehr gut besucht. Bei der ersten Rorate am Dienstag nach dem 1. Advent war die ganze Kirche voll. Auf jeden Fall sprechen sie in Kombination mit den Liedern und den beschriebenen Symbolen sehr stark das Gemüt der Menschen an.
Und nun noch eine Quizfrage für die Advents- und Weihnachtszeit. Bei unserem letzten Bibelkreis hier in Höchstadt haben wir das 24. Kapitel der Apostelgeschichte gelesen. In Vers 24, 5 wird Paulus vom Anwalt Tertullus als „Rädelsführer der Nazoräersekte“ bezeichnet. Was ist darunter zu verstehen? Einige Kapitel vorher 21,18-26 erfahren wir, dass der gleiche Paulus mit noch vier anderen Volksgenossen das sog. „Nasiräatsgelübde abgelegt hat. Ist das ein ähnlicher Ausdruck und was bedeutet er? Warum wird Jesus in der hl. Schrift nicht als der in Betlehem Geborene bezeichnet?
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Zum 1. ADVENT
28.11.2009 von eduard.
Liebe Internetgemeinde,
zum 1. Advent und zur Adventszeit insgesamt eine kleine Einstimmung. Auch hänge ich Ihnen(Euch) auch einen Bericht von meinem Besuch im Rauen Haus in Hamburg zu.
Mit den besten Segenswünschen für einen stillen und besinnlichen Advent
Ihr(Euer)
Internetpfarrer Topits
C) 1. Adventssonntag, Vorabendmesse, Sambach, 28. 11. 2009 - 18.30
Einstimmung
- Verdunklung der Kirche am Anfang und am Ende zum Engel des Herrn
- Adventskranz und violette Tücher in Kirche und zu Hause für den Herrgottswinkel
- Keine Blumen - Der Advent ist eine Zeit der Wüste
- Orgel nimmt sich zurück - Priester und Ministranten treten zunächst schweigend zum Altar. Dann erst setzt die Orgel ein. Am Schluss auch kein Postludium. Der Advent ist eine Zeit der Stille. An den Sonntagen ist kein Gloria.
- Roratemessen bei Kerzenschein
- Absprachen für die Treffs zum Hausgebet - einmal in der Woche in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis. Dabei zünden wir nur die entsprechende Kerze an, bzw. Kerzen und schalten das elektrische Licht nur soweit ein, als es nötig ist zum Lesen der Texte. Der offizielle Termin ist Montag, 30. November 19.30 Uhr!
- Wir besuchen im Advent keine „Weihnachtsfeiern“, sondern „besinnliche Adventsfeiern“. Dort singen wir auch keine Weihnachtslieder, wie „Süßer die Glocken nie klingen“…usw., sondern eben die schönen Adventlieder, wie „Tautet Himmel den Gerechten“; „O Heiland, reiß den Himmel auf!“
- Wir stellen noch keinen Christbaum auf und geben nicht an mit Festbeleuchtung der Hausfassaden und Gärten- die sollte, wenn überhaupt ökologisch vertretbar, dem Christ- Tag vorbehalten sein und auch dann nicht in Maßlosigkeit münden.
- Besonderen Augenmerk wollen wir der Bereitung der Gaben zuwenden. Wenn die Ministranten den Kelch mit seiner ganzen Garnitur bei der Gabenbereitung vom Kredenztischchen zum Altar bringen, dann soll auch unsere Seele mitschwingen. Gabenbereitung ist immer auch Herzensbereitung. Auch das Korporale, das ist das weiße, gestärkte Leinen wird erst jetzt zum Altar gebracht und ausgebreitet, nicht schon vor der hl. Messe vom Mesner auf den Altar hingelegt. So kommt der Wechsel vom Wortgottesdienst zur Eucharistiefeier deutlich und sinnenfällig zum Ausdruck.
Mit diesem Advent beginnt das Lesejahr C, in dem zum Evangelium überwiegend aus Lukas gelesen wird. Deshalb nennt man es auch noch „Lukasjahr“. Die Intention des II. Vatikanischen Konzils war, den Tisch des Wortes Gottes reichlicher zu decken. Dessen eingedenk, sollten wir alle zwei Lesungen nehmen. Der Advent eignet sich gut, diese von der Kirche nicht nur gewünschte, sondern auch dringlich vorgeschriebene Reglung, einzuführen.
Zu den Schriftlesungen:
Eröffnungsvers: „Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, dir vertraue ich. Lass mich nicht scheitern…Denn niemand, der auf dich hofft, wird zu Schanden.“(Psalm 25,1-3)
1. Lesung: Jeremia 33,14-16
Psalm 25 mit Kehrvers GL 529, 2 kann auch mit dem Ruf 118,3 ersetzt werden.
2. Lesung 1. Thessalonicher 3,12- 4,2
Halleluja 531,2 mit Vers Psalm 85,8
Evangelium Lukas 21,25-28.34-36
Zu den Liedvorschlägen:
Wo es brauch ist am Anfang und Schluss den Engel des Herrn zu singen: „Reinste Jungfrau, o betrachte“ 1+2 oder Gl. 977,1+2 „Maria, war mit Gott allein.“
Ein- Stimmung. Falls es in der Kirche eine Jahreskrippe oder ein entsprechendes Bildnis gibt, kann man den Engel des Herrn dort anstimmen. Danach 115,1: „Wir sagen euch an den lieben Advent“. Gloria entfällt. Nach der 1. Lesung und der 2. Lesung wie oben. Zur Gabenbereitung aus den Diözesananhängen: Tautet, Himmel den Gerechten 843; Sanctus: 434; Agnus Dei: 435; Kommunion 107,1-3; Dank: 110,1-2 , Schlusslied 105,1-3 oder Reinste Jungfrau 3+4 bzw. 977,3+4
Homiletische Gedanken
Der Advent fällt aus! So kann es einem vorkommen. Weihnachts- und Christkindlmärkte bestimmen die 4 Wochen. Hinzu kommen unzählige sog. „Weihnachtsfeiern“ der Vereine und Betriebe. So habe ich eine Einladung für den 4. Dezember zur „Weihnachtsfeier“ erhalten. Das ist sicher gut gemeint, aber geht an unserem Glauben vorbei. Nebst Christkindsbesuchen und Nikoläusen, kommt zunehmend der Weihnachtsmann und in Erlangen hat man sich heuer was Neues einfallen lassen: Eine „Winterfee“ bringt in diesen Wochen den Kindern Geschenke. Damit hat man jed´ welchen Glaubensbezug auch in sprachlicher Hinsicht fallen gelassen.
Warum ist das so? Das hat nicht nur wirtschaftliche Hintergründe. Der Advent ist eine „stade“ Zeit der Erwartung, wie es im Evangelium heißt: „Die Menschen befinden sich in Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen.“ Und mit dem Warten haben wir so unsere Schwierigkeiten. Wo müssen wir denn überhaupt noch warten? In der Nachkriegszeit war das eine Selbstverständlichkeit. In den Geschäften wird man ziemlich prompt bedient, selbst beim Friseur und beim Zahnarzt wird man programmiert. Wartezeiten stellen sich fast nur noch ein, wenn wir im Stau stecken, oder mal der Strom ausfällt oder das Wartezimmer beim Hausarzt überfüllt ist. Wir tun uns schwer mit dem Warten, weil wir nicht recht wissen, wie wir diese Zeit füllen sollen. Dabei können uns die Überlegungen aus den heutigen Schriftlesungen hilfreich sein. Sie vergleichen die Zeit des Wartens mit dem Wachsen und sprießen. Das Wachsen einer Pflanze kann man mit freiem Auge kaum verfolgen. Es ist ein langsamer Vorgang, der stetig zum Ziel hinführt. Der biblische Hintergrund zu diesem Vergleich, der wenig in unsere spätherbstliche Jahreszeit passt, ist wohl der Umstand, dass im hl. Land mit der Winterszeit die Regenszeit beginnt. Es ist also die Zeit des Wachstums. Das kommt zum Ausdruck auch in dem bekannten Adventslied: „Tauet Himmel den Gerechten und Wolken regnet ihn herab!“
In der Lesung aus dem Propheten Jeremia heißt es: „In jenen Tagen…werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen…ER wird Juda retten.“ Der Prophet denkt wohl an einen abgesägten Baum, der nochmals ausschlägt und einen neuen Spross hervorbringt. Damit ist zweifelsohne der Messias, der Erlöser gemeint. Er wird für Recht und Gerechtigkeit und Sicherheit sorgen. Dahinter verbergen sich viele kleine Schritte und Maßnahmen. Man muss eine Pflanze viele male begießen, von Unkraut befreien und sie hegen und pflegen. Der Prophet Jeremia lebte zur Zeit der Zerstörung Jerusalems und der Gefangennahme des Volkes nach Babylon. Da wegen musste er sich manche Anfeindung und Demütigung gefallen lassen, ja um ein Haar hätte man ihn in einer Zisterne verhungern und verdursten lassen. Nach der Ermordung des Statthalters Gedalja wird er mit einem kleinen Rest des Volkes nach Ägypten verschleppt, wo er dann in der Fremde stirbt. Dennoch hat er die Zuversicht seines Glaubens nicht eingebüßt, sondern den langen Atem bewahrt. Es wird wieder eine Zeit kommen, in der es aufwärts mit seinem Volk geht und Gott den gerechten Messias aufsprießen wird lassen.
Das Warten ermöglicht uns, das Wachen und Beten. Wenn wir in Stau geraten, könnten wir unseren Rosenkranz hervor ziehen - vielleicht haben wir ihn sogar über uns, am Innenspiegel, baumeln. Die ersten beiden freudenreichen Geheimnisse beziehen sich auf den Advent: Der Gruß des Engels an Maria und ihr Weg zu ihrer Verwandten Elisabeth. Beide Frauen sind in Erwartung, aber in freudiger Erwartung. Von hier aus pflegen wir von einer Frau, die ein Kind erwartet zu sagen: Sie ist guter Hoffnung. Zur Hoffnung bekennt sich auch Psalm 25: „Auf dich hoffe ich allezeit.“ (25,5)
Um die Frage: Wie lebe ich richtig? Wie lebe ich so, dass ich Gott gefalle und seinen Willen erfülle? geht es in der zweiten Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher. Es dürfte der erste Paulusbrief überhaupt sein. Zu dem Zeitpunkt, war das Christentum bei den Heiden ein noch recht armes und zartes Pflänzlein- der Sprung zur weltweiten Kirche, war noch keineswegs erfolgreich. Paulus aber ist bereit zu warten. Er weiß auch, dass nicht alles von ihm abhängt. Gott ist es, der das Wachstum schenkt. Die Aufgabe seines Dieners oder seiner Dienerin ist es zu sähen und zu begießen. Es geht ganz konkret um Wachsen in der Liebe zueinander. Das geht nur aus einem gefestigten Glauben heraus und aus täglichem, stetigen Bemühen. Deshalb seine Gebetsbitte:
„Der Herr lasse euch wachsen und reich werden in der Liebe…“
Aber erfahren wir nicht täglich das Gegenteil, bedingt durch die Erschütterungen von Banken und Wirtschaft, durch den drohenden Verlust des Arbeitsplatzes. Gesternabend rief mich eine junge Frau aus Nürnberg, Mutter von drei Kindern, an und bemerkte bitter: „Heute hat mein Mann seine Kündigung als Lastkraftfahrer“ bekommen, aber nicht nur er, sondern allen Fahrern bei der Firma ist gekündigt worden. Die Massenarbeitslosigkeit unserer Tage zählt nicht nur zu den größten Herausforderungen unserer Zeit, sondern wohl auch zu den umwälzenden Vorgängen, die von den Geburtswehen beim Entstehen einer neuen Welt künden, die Gott uns schenken will.
Der Advent ermöglicht uns Übungen des Wachsens:
a) - wie das tägliche Lesen in der Bibel und somit Gott und Jesus neu kennen zu lernen. Seine Worte im Herzen tragen. Sie erweisen sich stärker als alles Vergängliche dieser Welt.
b) - immer wieder auf die Zeichen der Zeit achten, „dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen dieser Zeit uns nicht verwirren.“ Sind unsere Ängste nicht immer größer als die tatsächliche Not?
c) - die eigene Stimme zu erheben, wo Unrecht und Ungerechtigkeit geschieht und bei uns selber anzufangen in einer täglichen Gewissenserforschung.
Die Motivation, die Paulus und alle die wie er glauben, antreibt, ist die Ankunft des Herrn. Was könnte noch geschehen, was sich Menschen nicht schon selbst zugefügt haben? Deshalb wird es auch ein Gericht geben und muss es eines geben. Die Grausamkeiten, die sich Menschen gegenseitig zufügen. Sie kennt verschiedene Grade und Abstufungen. Zweifelsohne ist, dass für jeden Menschen hier auf Erden schon Gottesbegegnung stattfindet. So ungewiss, das Wann ist, um so sicher ist, dass er kommt. So gesehen, sind die Tage unseres Lebens kostbar, Tage des Wartens und Reifens.
C ) 1. Adventssonntag, Sambach, VAM, 28. 11.2009 Allgm. Gebet
Jesus Christus wird einst wiederkommen in großer Macht und Herrlichkeit. Ihn bitten wir jetzt schon voll Vertrauen:
1. Für die Christen, die sich auf die Ankunft des Herrn vorbreiten: um Begeisterung und Freude am Glauben…
ALLE: Christus, höre uns!
2. Für die Völker der Erde und das Heilige Land, die von Krieg, Bürgerkrieg und Terror heimgesucht sind: um einen dauerhaften und gerechten Frieden…
ALLE: Christus, höre uns!
3. Für die Menschen, die nach Enttäuschung und Trauer Hilfe brauchen, um sich wieder aufzurichten und ihren Kopf zu erheben…
ALLE: Christus, höre uns!
4. Für einen gesegneten Neuanfang in unseren Pfarrgemeinden und im Seelsorgebereich: um Ruhe und Besinnung in den Tagen des Advents…
ALLE: Christus, höre uns!
5. Für die Arbeitslosen, Notleidenden, Hungernden, Kranken und pflegebedürftige alte Menschen: um Geborgenheit und Trost in der Liebe Gottes…
ALLE: Christus, höre uns!
6. Für die Opfer des Zugunglücks in Russland und für alle unsere Toten: um die Erfüllung ihrer Hoffnung auf das ewige Leben…
ALLE: Christus, höre uns!
Herr Jesus Christus, du wirst kommen und ewigen Frieden schaffen. Dafür loben und preisen wir dich in Einheit mit dem Vater und dem Heiligen Geist in Ewigkeit. AMEN.
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Artikel in der “Renasterea banateana” vom 24.10.2009
28.11.2009 von eduard.
Am 24.10.2009 ist in der rumänischen Zeitung “Renasterea banateana” ein Artikel mit dem Titel ” erschienen. Der Artikel ist im Anhang zu lesen. Germanii din Ortisoara n-au uitat de unde provin
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Zusammenfassung der Einsendungen und Einstimmung auf Advent - Fragebogen zum Projekt Liturgie
24.11.2009 von eduard.
Egmont Franz Topits
Dr.-Schätzel-Straße 23
91315 Höchstadt/Aisch, Ruf: 09193/9253
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Telefon: 09193/9253; E-Mail:
Projektfragebogen: Vor mehr als 45 Jahre ist die Liturgiekonstitution „Sacrosanctum Concilium“ erschienen. Wie wurde die Liturgiereform in den Gemeinden umgesetzt? (4.12.63)
1. Wie habe ich persönlich die Einführung der Erneuerten Liturgie infolge der Liturgiekonstitution „Sacrosanctum Concilium“ erlebt? Welche Gefühle, Erlebnisse und Erwartungen oder auch Befürchtungen verknüpfte ich damit? Erlebte ich die erneuerte Liturgie als Bruch zur bisherigen, als etwas völlig Neues oder als etwas, was daraus hervor gewachsen ist? Worin sah ich die Intention des Konzils?
2. Wer war mir bei der Durchführung der Liturgiereform behilflich, vorbildlich? Wer hat mich beraten? Welche Bücher bzw. Autoren erwiesen sich für mich hilfreich? Habe ich mich im Freundeskreis darüber ausgetauscht? Gibt es aus dieser Zeit noch Pfarrbriefe, Fotos, Berichte, Belege in den Pfarrarchiven oder sonstige Dokumentationen auch im audio-visuellen Bereich? Gab es im Dekanat Vorführungen bzw. Einführungen, also Liturgien mit Modellcharakter?
3. Was oder wie habe ich selber für die Umsetzung der Konzilsbeschlüsse bezüglich Liturgie beigetragen? Wie habe ich das bei meiner ersten Pfarrstelle oder ersten Seelsorgestelle umgesetzt? Welche Schwierigkeiten galt es zu überwinden? Wo war ich mir unsicher? Welche Begründungen gab ich damals? Welche Vergleiche kommen mir in den Sinn? Welche Sinngebungen fallen mir dazu ein? Habe ich darüber Predigten, Katechesen und Vorträge gehalten? Ist davon noch etwas vorhanden?
4. Wieweit konnte ich die Liturgiereform selber konkret umsetzen? Wie oder wieweit lassen sich die 4 Hauptteile der hl. Messe in meiner konkreten Praxis kenntlich machen? Gibt es einen Priestersitz mit Mikrophon? Wo findet das Schlussgebet statt? Wo der Segen?
Gibt es in unseren Eucharistiefeiern und Gottesdiensten einen Evangeliumszug und wie wird er gestaltet, einen Aufbewahrungsort für das Evangeliar bzw. Lektionar? Verwende ich an Sonn- und Feiertagen beide Lesungen, auch die aus dem AT? Wie habe ich das mit dem Psalm nach der 1. Lesung gelöst? Findet nach der 2. Lesung ein Halleluja-Gesang statt? Halte ich nur sonntags eine Predigt, oder bemühe ich mich auch an Werktagen eine Kurz- Homilie zu halten? Wo tue ich das? Am Anfang bei der Eröffnung oder nach den Schriftlesungen bzw. nach dem Evangelium?
Gibt es einen Gabenzug und wie findet die Bereitung der Gaben und des Altares statt? Gibt es so etwas wie einen Rüsttisch für die Gaben? Wie geschieht der Kommunionempfang? Gibt es irgendwo den Kreis um den Altar? Wie sieht es mit dem Stehen, Sitzen und Knien bei uns aus? Kam es dabei zu einer einheitlichen Praxis? Mit welchen Formen wird der Große Lobpreis(Doxologie) am Ende des Hochgebetes gestaltet? Nach welchen Kriterien verwende ich sie bzw. variere ich einzelne Teile des Ordinariums nach den legitimen Varianten? Habe ich mir hierzu einen eigenen Schlüssel erarbeitet? Wie halte ich es mit dem Embolismus? Den Akklamationen?
5. Welche Erfahrungen habe ich mit dem Einführen neuer Lieder, vor allem aus dem Gotteslob gemacht? Waren sie mit einer gewöhnlichen Gemeinde singbar? Waren sie zu schwierig, oder zu leicht? Gingen sie ins Ohr und Gemüt? Was habe ich unternommen, um das Gebet- und Gesangsbuch „Gotteslob“ den Gemeinden schmackhaft zu machen? Welche Schwierigkeiten und Einwände gab es dagegen? Gelang es auch Psalmen in das Lernprogramm einzubeziehen? Wie sieht es mit den ökumenischen Liedern aus? Was ist mit den beiden Anhängen?
6. Wieweit gelang es bei der Vorbereitung auf Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße Eltern und Tischmütter- bzw. Väter zu gewinnen? Auf welchen Schienen lief die Vorbereitung? Gab es auch Wegegottesdienste als nichteucharistische Vorbereitungsformen auf die Eucharistie und welche Erfahrungen habe ich damit gemacht? Kamen bei der Firmvorbereitung auch katechumenale Stufengottesdienste zum Zuge? Welche Erfahrungen ergeben sich aus der Feier der Trauung, der Krankensalbung und des Begräbnisses.
7. Welche Gottesdienstformen praktizierte ich und förderte ich außer den Messfeiern? Fanden Buß- Segnungs- und Krankengottesdienste statt? Wie sieht es mit dem Morgen- und Abendlob aus oder auch mit dem Stundengebet mit der Gemeinde? Mit den Andachten? Gab es weitere Formen, wie z. B. das Stadtgebet oder bei Wallfahrten? Wie versuchte ich die Kleinkinder, die Jugendlichen in den Gemeindegottesdienst zu integrieren?
8. Was hat sich in den letzten 45 Jahren bewährt, was hat Bestand? Was hat sich als gut erwiesen und hat den Glauben herausgefordert und gefördert oder was ist in den 45 Jahren m. M. nach verkehrt gelaufen und gab Anlass zu Anstoß? Was hat sich zu sehr verselbstständigt? Wenn ich noch mal mit der Liturgiereform beginnen müsste, womit würde ich jetzt beginnen, welche Schwerpunkte setzte ich nach den bisherigen Erfahrungen?
9. Welche Missbräuche oder Wildwuchs haben sich m. M. nach bei der Umsetzung der Liturgiereform eingeschlichen? Inwieweit sind diese verantwortlich für den Rückgang der Zahl der Gottesdienstbesucher und letztendlich mitverantwortlich für die Glaubenskrise und die Hinwendung zu den Levfebrianern? Gab es warnende Stimmen oder zumindest eine Auseinandersetzung mit diesen? Waren es die zu vielen Experimente, die Liturgie relativiert und ihre Rubriken zu Spielregeln degradiert haben? War es der Mangel an Feierlichkeit und am Mysterium? Oder ist Liturgie auf halbem Wege stecken geblieben, bzw. reichen die Anpassungen nicht aus, um den modernen Menschen anzusprechen? Was vermisse ich also am meisten?
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Zusammenfassung der Einsendungen und Einstimmung auf Advent - Das Schärflein der Witwe
24.11.2009 von eduard.
Das Schärflein der Witwe
Fragestellung: Warum hat die Witwe beide Münzen hergeschenkt als Opfergeld und nicht wenigstens die eine behalten?
Aus den Einsendungen lässt sich folgendes Mosaik erstellen:
1.- Die Witwe möchte auf diese Weise ihr grenzenloses Vertrauen zum Ausdruck bringen. Sie hat alles hergeben auch auf das Risiko hin ihr restliches Leben ohne Nahrung fristen zu müssen. Sie gibt uns allen ein Bespiel zum Loslassen. Einmal müssen wir sowieso alles zurücklassen. Das letzte Hemd kennt sozusagen keine Taschen.
2. Jesus allein erkennt und weiß, was die Frau hat und warum sie es tut. Er benutzt sie als Gleichnis für den Wert des wahren Gebetes. Ein Gebet soll von solchem Vertrauen beseelt sein. In dem Zusammenhang dürfen wir auch an die ungestüme Bitte der Witwe denken, die den ungläubigen Richter die Tür einrennt und ihm keine Ruhe gibt, bis er ihr nicht ihr Recht verschafft.
3. Sie weiß, dass sie stirbt und nicht mehr in den Tempel kommen kann. Sie erhofft sich u. U. die Unterstützung ihrer Kinder und schenkt deshalb großherzig alles her.
4. Sehr interessant finde ich die Erklärung eines Einsenders, der Bezug nimmt auf das tempelfähige Geld. Demnach hatte die Witwe nur noch diese kleine Menge Tempelgeld, mit dem sie bei einer Wiederzurückwechslung nach Abzug der Taxe bei den Wechslern nichts mehr anfangen konnte, bzw. auch nichts mehr bekam. Nur im Tempelbezirk durften die Juden ihr altes, angestammtes Geld weiter verwenden. Denn der römische Denar mit dem Bildnis des Kaisers, der sich als Gottheit verehren ließ, war für die bekennenden Juden ein Gräuel. Außerhalb des Tempels galt jedoch die römische Währung. Deshalb musste man das Geld eintauschen, also wechseln. Das erklärt den Betrieb der Geldwechsler auf dem Tempelgelände.
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Zusammenfassung der Einsendungen und Einstimmung auf Advent - 1
24.11.2009 von eduard.
Liebe Internetgemeinde,
auch diesmal kamen wieder viele gute und interessante Antworten auf meine doppelte Fragestellung vom vorletzten Sonntag im Kirchenjahr: „Warum hat Jesus ausgerechnet den Zweig des Ölbaumes zum Zeichen für den nahenden Sommer ausgewählt“ und „warum hat die Witwe beide Münzen für das Tempelopfer hingegeben und nicht wenigstens eine behalten. Zu Wort gemeldet hat sich sogar eine Expertin für Feigenzucht.
Anbei hänge ich Ihnen (Euch) zwei besinnliche Texte an. Eine Meditation über die 4 Adventskerzen, die mir ein Einsender zu kommen hat lassen und eine Zwiegespräch mit dem Kirschbaum am Barbaratag(4. Dezember). Ich hörte es heute bei einem Vortrag über adventliches Brauchtum, habe mir aber leider den Namen des Verfassers nicht gemerkt. Vielleicht kommt jemand drauf oder kennt den Spruch.
Habe in den letzten Tagen an meinem Uni- Projekt gearbeitet. Um was es dabei geht, kann Ihnen(Euch) mein Anhang mit den entsprechenden Fragen vorführen. Wer mir dabei helfen möchte, den bitte ich um die Beantwortung zumindest einiger Fragen oder einfach um die Schilderung seiner Eindrücke bei der Umsetzung der Liturgiereform in den letzten Jahrzehnten. Mag sein, dass die eine oder der andere von Ihnen(Euch) den Fragebogen schon erhalten hat und bereits darüber brütet.
Mit ausklingenden Grüßen bis zum nächsten Mal
Ihr(Euer)
Internetpfarrer Topits
Der grünende Feigenbaumzweig als Zeichen für den kommenden Frühling bzw. Sommer
Es kamen gute Antworten auf die Frage: Warum wählt Jesus ausgerechnet den Zweig des Feigenbaumes als Anzeichen für die Ankunft des Sommers? Dem vergleichbar sollen die Menschen in den Zeichen der Zeit das herannahende Ende erkennen.
Eine Einsenderin stellt uns eine detaillierte Beschreibung des Feigenbaumes zur Verfügung. Demnach gibt es im hl. Land nur eine Art Feigenbaum, die im großen Umfang angebaut und als solche auch in der Bibel erwähnt wird. Es ist die „Echte Feige“ (ficus carica) „Die Feige war ein wichtiges Nahrungsmittel in biblischer und nachbiblischer Zeit. Wegen des hohen Zuckergehaltes konnte sie getrocknet oder gepresst für die obstlose Zeit gelagert werden. Frische Feigen wurden als die ersten Sommerfrüchte besonders geschätzt. (vgl. Hosea 9,10 und Amos 8,1-2) Sie wurden roh gegessen, aber auch in Feigenkuchen verarbeitet. Sogar Wundpflaster wurde aus Feigen hergestellt. (Siehe Heilung des Königs Hiskijas in 2 Könige 20, 7: „Holt einen Feigenbrei! Man holte ihn, strich ihn auf das Geschwür, und der König wurde gesund.) Die besten Feigen wurden einzeln getrocknet, die zweitbesten in Bündeln gebunden, die gewöhnlichen wurden zu Kuchen gepresst. Feigenbäume am Haus boten Schatten zur Ruhe. Alles in allem kann man sagen, dass der Feigenbaum ein Zeichen des Glücks und der Zufriedenheit darstellt, nach dem man sich nach der kargen Winterszeit wieder sehnt. (Quellen der Einsenderin: W. Kawollek/H. Falk: „Bibelpflanzen kennen und kultivieren“; M. Zohary: „Pflanzen der Bibel“ ; F. N. Hepper: „Der Bibelgarten“; W. Zwickel: „Faszination Bibelgarten.“
Eine weitere Einsenderin hebt die enge Verbindung des Feigenbaumes mit dem Weinstock in der Bibel hervor. Beide sind Zeichen für den Segen Gottes, Symbole für Frieden und Wohlstand. Jesus gebraucht den Zweig des Feigenbaumes in seiner Endzeitrede, weil der bereits Frucht bringt, wenn die anderen Bäume erst zu grünen beginnen. Daher ist diese Gewächsart das sicherste Indiz für das Winterende.
Hier hakt ein Einsender ein und spezifiziert, dass der Feigenbaum dreimal pro Sommerzeit Früchte trägt. (In Palästina gibt es nur zwei Jahreszeiten: Winterhalbjahr und Sommerhalbjahr) Auch schlägt er von hier einen Bogen zur Bedeutung des Feigenbaumes als Vorbote der Fruchtbarkeit bei Mensch und Tier. Laut Genesis 3,7 hefteten sich Adam und Eva nach dem Sündenfall Feigenblätter zu einem Schurz zusammen. Auch im übertragenen Sinne ist das Feigenblatt sprichwörtlich geworden.
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