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Palmsonntag, 28.03.2010 - Oberköst 8.15
Der Herr sei mit Euch!
Liebe Schwestern und Brüder!
„Hosanna dem Sohne Davids!
Gepriesen, der kommt im Namen des Herrn, der König von Israel. Hosanna in der Höhe.In den Tagen der Fastenzeit haben wir uns auf Ostern vorbereitet; wir haben uns bemüht um die Bekehrung unseres Herzens und um tätige Nächstenliebe. Heute sind wir hier zusammengekommen, um mit der ganzen Kirche in die Feier der österlichen Geheimnisse unseres Herrn einzutreten.
Christus ist in seine Stadt Jerusalem eingezogen; dort wollte er Leiden und Tod auf sich nehmen, dort sollte er auch auferstehen. Mit Glauben und innerer Hingabe begehen wir das Gedächtnis seines Einzugs. Wir folgen dem Herrn auf seinem Leidensweg und nehmen teil an seinem Kreuz, damit wir auch Anteil erhalten an seiner Auferstehung und seinem Leben.“(vgl. Messbuch)
Homilie zum Evangelium für die Kinder
Der Esel, auf dem Jesus nach Jerusalem geritten ist, mag uns heute erzählen: Ich bin noch jung. Unter meinen Vorfahren soll es sogar einen sprechenden Esel gegeben haben, der mit dem Prophet Bileam unterwegs war. Schon oft habe ich beobachtet, wie ältere Tiere mit schweren Lasten beladen wurden. Bald werde ich das auch müssen. Und heute war es dann schon so weit. Zwei junge Männer kamen in unser Dorf und banden mich los. Am Rande des Dorfes waren viele Menschen zusammen gekommen. Die Männer führten mich zu ihrem Anführer, legten ihre Kleider auf meinen Rücken, und er stieg auf. Andere wiederum legten ihre Kleider auf den Boden, so dass ich mit meinen Hufen, wie über einen weichen Teppich ging. Es war für mich ein ungewohntes Gefühl. Er war nicht leicht, der Mann, den sie Jeshua nannten, aber ich konnte ihn dennoch gut tragen. Weil er den Menschen den Frieden bringen will, drum reitet er auf mir, einem jungen Esel, nicht wie ein König, der auf seinem Pferd stolz in den Krieg zieht. Kinder und die Leute aus der Stadt kamen ihm entgegen und trugen Zweige in den Händen und begrüßten ihn, indem sie ihm zuriefen „Hosanna!= Hilf doch Gott!“ Darüber war ich als Vorführtier recht glücklich. Dabei dachte ich mir: „ Die Menschen könnten sich an uns Eseln ein Beispiel nehmen. Wir ziehen nicht in den Krieg, sondern helfen ihnen, ihre täglichen Lasten zu tragen. Wir sind genügsam und fressen auch mal Disteln, wenn es sein muss.“ - „Ich verstehe dich“ flüsterte mir Jesus ins Ohr: „Vielleicht verstehen es wenigstens meine Freunde, wenn ich ihnen bei unserem nächsten Mal die Füße wasche. „Ja. versuchs“, wicherte ihm der Esel zu. „Auch wenn nur wenige dich verstehen werden. Einige werden sich aber doch daran halten. Dabei wird dir Schweres bevorstehen.“ - „Ich weiß“ - flüsterte mir Jesus zu: Und doch muss ich diesen Weg gehen. Gott wird denen, die mir nachfolgen den Rücken stärken und ihnen die Kraft dazu geben.
ZUR EINFÜHRUNG IN DER KIRCHE
Die Spannung der heiligen Woche ist am Palmsonntag geradezu mit Händen zu greifen. Wie ein Bogen spannen sich die Rufe des Volkes vom „Hosanna“ bis zum „Kreuzige ihn“ am Karfreitag und bis zum „Halleluja“ der Osterfeier. Jubel und Trauer, Angst und Hoffnung prägen diese Woche, in der wir Christus im Glauben begleiten möchten. Dem Wechselbad der Gefühle untersteht auch unsere Gesellschaft, wie auch unser persönliches Leben.
Homilie zur Passion(Lukas 22,14-23,56):
Sondergut in der Leidensgeschichte nach Lukas ist die Begegnung Jesu mit den weinenden Frauen, die wir bei der 8. Station des Kreuzweges stets bedenken. Auf die ehrliche Trauer der Frauen, reagiert Jesus mit aufrichtigem Mitleid. Er, der jetzt soviel leiden muss, kann auch hier noch auf das Leid anderer schauen mit ihren Sorgen und Nöten. Es berührt ihn zutiefst. Ja, Jesus trägt das Leid der ganzen Welt auf seinen Schultern hinauf nach Golgota, auch das Leid und die Schuld der weinenden Frauen. Am Kreuz verwandelt er beides in Heil und Leben.
Bei Lukas finden wir des Weiteren drei der uns vertrauten Worte Jesu am Kreuz. Das erste: „Vater, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (23,34) bittet um Vergebung für die, die Jesus ans Kreuz gebracht haben. Das zweite spricht Jesus zu dem reumütigen rechten Schächer: „Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein!“ (Lk 23,43) Ein Verbrecher und Sünder ist der erste Mensch, der mit Jesus in der Ewigkeit bei Gott ist! Es gibt keine Sünde, wäre sie auch noch so groß, als dass man sie nicht bereuen könnte. Gott vergibt dem reumütigen Sünder. Bin auch ich bereit mich loszulassen und mich mit all meiner Schuld in die Arme Gottes zu werfen, oder versuche ich mich zu rechtfertigen und zu beklagen?
Ein letztes wichtiges Wort ist das Sterbewort Jesu: „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist“(Lk 23,46) In seiner Ohnmacht und Machtlosigkeit und vor allem in seiner Schwäche ist uns Jesus nahe. So hat er auch uns das christliche Modell eines guten Sterbens vorgelebt. Wir wollen uns jetzt schon darauf einstellen, indem wir versuchen loszulassen und in den Willen Gottes einzuwilligen. Jesus hat uns gezeigt, wie wir leben sollen. Er zeigt uns auch, wie wir sterben sollen: im Vertrauen auf Gott, den Vater.
Das Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus bleiben ein Geheimnis der Liebe Gottes. Nur der, der liebt, kann etwas von der Macht erahnen, die von der Ohnmacht Gottes am Kreuz ausgeht.
C) Palmsonntag, Oberköst, 28. 3. 2010 Allg.Gebet:
Jesus ist unser König. Auf ihn vertrauen wir und zu ihm beten wir:
1.- Für die Menschen im Heiligen Land, vor allem in Jerusalem, die auf einen Retter und Erlöser warten, weil Gewalt und Unterdrückung zu ihrem täglichen Brot geworden sind…
Christus, höre uns!
2.- Für die Menschen in großer persönlicher Not: für die Opfer der Misshandlungen in Kirche und Gesellschaft, wie auch für die unschuldig Angeklagten, die schwer Kranken und Enttäuschten, für die Arbeitslosen und Hungernden und für alle, die nicht mehr weiter wissen…
Christus, höre uns!
3.- Für die Menschen, die in diesen Tagen dem Tode nahe sind, für unsere Verstorbenen und ihre Angehörigen, die über ihre Trauer nicht hinweg kommen…
Christus, höre uns!
Gott, unser Vater im Himmel. Deinen Sohn hast du durch Leiden und Tod zur Herrlichkeit geführt. Für ihn danken wir dir, und wir preisen dich, in dieser Zeit und in Ewigkeit. AMEN.
ZUR LITURGIE
AUFGABEN FÜR DIE HEILIGE WOCHE OBERKÖST 2010
PALMSONNTAG
1. Stimmungsbild: Die Szene am Ölberg spielt sich für uns vor dem Pfarrhaus oder am Dorfkreuz ab. Dort versammelt sich auch die Gemeinde, die Gehbehinderten mal abgesehen. Dort soll ein Tischchen mit einer schönen Decke aufgestellt werden. Bei schlechtem Wetter im Vorraum des Pfarrheimes bzw. im großen Saal. Nach der Segnung werden die Palmzweige an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Prozession ausgeteilt. Die Kommunionkinder tragen mit Bändern und Schleifen besonders schön geschmückte Palmkätzchen.
2. Stimmungsbild: Einzug Jesu in Jerusalem und in den Tempel- bei uns Einzug in die Kirche. Unterwegs 852 „Singt dem König Freudenpsalmen“
3. Stimmungsbild: im Tempel zu Jerusalem bei uns die Kirche:
Nach Einzug mit restlichen Strophen von GL 852 oder mit Ergänzung von 107,5: „Macht hoch die Tür die Tor macht weit…Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf …“ oder auch 883: „Zum ewigen Hohenpriester“ , Nach Beräucherung des Altares- Tagesgebet - 1. Lesung: Jesaja 50, 4- 7; Psalm 22, (bete ich vor) 2. Lesung: Philipper 2,6-11; Ruf vor der Passion: Christus war für uns gehorsam 176,3(singe ich vor) - Dann Leidensgeschichte nach Lukas: Es stehen drei Texte zur Verfügung: im roten Lektionar für das Lesejahr C - beim Palmsonntag selbst, in den anderen beiden roten Lektionaren A und B: ist die Lukaspassion rückwärts im Anhang mit dabei. Wir können eine Kurzfassung nehmen: Ab der Überschrift: „Das Verhör vor dem Hohen Rat.“ Ich bringe kleine Handzettel mit, auf denen die wichtigsten Antworten des Volkes stehen. Das hilft den Leuten aufzupassen. Wenn die betreffende Stelle kommt, dann soll der Lektor sie nochmals kurz antippen und sie wird von der ganzen Gemeinde wiederholt. Am liebsten täte ich das selber machen und zwar stehen die Antworten des Volkes, bei der Rolle der Sonstigen. Also wenn nur zwei da sind für die Passion lesen, übernehme ich die Rolle der Sonstigen!
Antworten des Volkes auf die Lukaspassion
1. Wenn du der Messias bist, dann sag es uns!
2. Du bist also der Sohn Gottes?
3. Was brauchen wir noch Zeugenaussagen? Wir haben es selbst aus seinem eigenen Mund gehört.
4. Wir haben festgestellt, dass dieser Mensch unser Volk verführt, es davon abhält, dem Kaiser Steuer zu zahlen und behauptet, er sei der Messias und König.
5. Er wiegelt das Volk auf und verbreitet seine Lehre im ganzen jüdischen Land von Galiläa bis hierher.
6. Weg mit ihm; lass den Barabbas frei! - 7. Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!
7. Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist.
8. Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!
Aufzuteilen sind dann die anderen Rollen in die des Evangelisten und die des Jesus) Nach Glaubensbekenntnis und Fürbitten, nimmt der Gottesdienst seinen gewöhnlichen Verlauf. Als Lieder eignen sich gut: zur Gabenbereitung 188 oder 855; Sanktus: 469; Agnus Dei: 470,1+2; Kommunion: 858 und Dankgesang 179; Schlusslied 584.
Mesneraufgaben:
- Wenn möglich in der Kirche zweites Pult aufstellen für die Passion. Wenn dies nicht geht, dann soll der JESUS zum Altarmikrophon treten und die anderen zwei zum Lesepult. Ich weiß es ist dort alles sehr eng.
- Bücher für Lesungen und Passion(alle 3 Lektionare: C, aber auch A, B,)
1. und 2. Lesung schreibe ich auf ein Blatt ab, damit es keinen Durcheinander
wegen der Passion gibt. Kleines grünes Messbuch für die Palmensegnung
(falls nicht vorhanden, bringe ich mein eigenes mit) + Großes rotes Messbuch (am Priestersitz, nicht mit Ständer auf den Altar stellen! Es kommt erst bei der Gabenbereitung zum Altar)
- Roter Chormantel
- Rotes Messgewand
- Prozessions- Kreuz enthüllen und nach der Weihe Palmzweig anstecken
- Tischchen für Palmenprozession
- Weihwasser und Weihrauch
- Evangelium- Buch oder Lektionar für die Prozession
- Kleines Messbuch für die Palmenweihe und großes für die Messe. Texte für die Lesungen bringe ich selber mit, damit die drei roten Lektionare gleich bei der Passion aufgeschlagen bleiben.
- Handzettel mit Antworten des Volkes zur Passion austeilen(bringe ich mit)
- Birett, falls vorrätig.
- Nach dem Gottesdienst Prozessionskreuz wieder verhüllen.
Lektoreneinteilung
- 5 Lektoren: 2 für die Lesungen und 3 für Passion(notfalls übernehme ich die Rolle der Sonstigen!)
Eventuell zweites Pult für Passion (bzw. drei Mikrophone- dürfte in Oberköst kaum möglich sein?)
Organisten und Schola
- Zum Einzug feierliches Orgelspiel mit den letzten Strophen von 852 zum Einzug- Weitere Lieder: 883 oder 107,5; 176,3; 188 oder 855 ; 469;470; 858+ 179; 855.
Ministranten
- Wir ziehen zum Pfarrheim oder Dorfkreuz: Weihrauch voran, Kreuz mit zwei Leuchtern, bzw. Fahnen…
- Einer trägt das kleine grüne Messbuch, einer das Evangeliumbuch.
- Weihrauch und Weihwasser zur Palmensegnung und Beräucherung des Evangeliumbuches und unterwegs des Kreuzes- Nach Einzug Beräucherung des Altares. - In der Kirche ausnahmsweise kein Evangeliumszug- wegen Passion
Kommunionkinder
mit geschmückten Palmbuschen- ziehen mit den Ministranten ein
Beim Hosanna Buschen schwenken. Beim Vaterunser stellen sie sich um den Altar auf. Die Palmkätzchen können mit Blumen, Grünem und Bändern angereichert und geschmückt werden. Vielleicht unternehmen die Kinder mit ihren Kommunionmüttern bzw. Vätern einen Streifzug in den Wald, sammeln die Palmkätzchen und können sie dann im Pfarrheim oder daheim mit den Bändern und Buschen schmücken. Wenn es sehr wenige Kommunionkinder sind, dürfen die vom Vorjahr ebenfalls mitmachen. (Die Nachbeichtler! )
GRÜNDONNERSTAG
A) Stimmungsbild: Die Kirche ist der Abendmahlsaal, in den die Jünger einziehen - bei uns sind es die Kommunionkinder - . Deshalb steht der Tabernakel offen - der Altar ist am Anfang noch ganz leer und wird dann erst nach dem Einzug mit der weißen Tischdecke geschmückt, die die Kommunionkinder in die Kirche hineintragen. Dann erst werden die Kerzenleuchter drauf gestellt. Großer Einzug mit Weihrauch. Das Prozessionskreuz oder Vortragekreuz sollte mit einem Weißen Tuch verhüllt sein.
- Nach dem Glorialied verstummt die Orgel. Das heißt, dass jetzt die Lieder angestimmt werden müssen. Wer könnte diese Aufgabe übernehmen?
Eröffnung noch mit Orgel 828; Gloria 820; Psalm nach der 1. Lesung beten, nach der 2. Lesung stimme ich an: „Christus, war für uns gehorsam… (176,3) - Gabenbereitung 537; Sanktus 834; Agnus Dei 835, Kommunion: 871
Bei der Gabenbereitung und Wandlung anstelle der Altarglöckchen die Klappern betätigen.
B) Stimmungsbild: Übertragung des Allerheiligsten- biblisch gesehen begleiten wir Jesus auf seinem Gang vom Abendmahlsaal bis zum Ölberg(Getzemani). Konkret machen wir dies in der Oberköster Kirche so, dass wir vom Altar aus in Prozession durch die Kirche ziehen bis zur Seitenkapelle, wo das Allerheiligste bis zur Osternacht aufbewahrt wird. Dabei singen wir Gl. 875
Unterwegs sollen die Ministranten klappern.
C) Stimmungsbild: Zerstörung der Altäre und Entfernung der Kreuze und Leuchter. Erinnert an die Zerstörung Jerusalems und des Leibes Christi am Kreuz: Altardecken und Bücher werden durcheinander gewirbelt.- Die Entfernung der Kreuze und Leuchter meint die Gefangennahme Jesu Christi. Das Licht der Welt ist als Mensch am Kreuz erloschen. Bei der Handlung singen wir: 855 „Bei finster Nacht…“ Ganz am Schluss stimmt Pfarrer den ersten Teil der Klagelieder des Propheten Jeremia an. (Siehe Werkheft zum Gotteslob!)
D) Stimmungsbild: Gebet mit Jesus auf dem Ölberg. Dieser Teil kann nach Ortsbrauch gestaltet werden oder auch entfallen. Wenn nicht anders vorgesehen, kann man hier 855 oder 899 singen und dazu die Litanei vom Leiden Jesu 766 beten.
Mesneraufgaben
- Weißes Messgewand
- Weihwasser aus den Becken entfernen(wird erst nach der Osternacht wieder eingefüllt!)
- Altardecke in der Sakristei bereithalten für die Kommunionkinder.
- Weihrauch und Schiffchen vorbereiten für Einzug und Übertragung
- Klapper bzw. Raspeln bereithalten und auf die Plätze der Ministranten legen.
- Nach dem Gloria Kordel bei der Sakristeitüre hinaufziehen, damit nicht unwillkürlich daran
gezogen wird.
- Ort für Leuchter und Kreuze in der Sakristei ausmachen
- Sämtliche Ziborien zum Konsekrieren der Hostien bereit machen. Sie stehen
auf dem Kredenztischchen.
- Segens- Velum für Sakramentsübertragung am Ende des Gottesdienstes
- Violette Stola für die Zerstörung der Altäre bereithalten.
- Ewiges Licht zum Aufbewahrungsort stellen.
Lektoren
2 Lesungen
- Litanei vom Leiden Jesu am Schluss
- Fürbitten
Ministranten
- Großer Einzug mit
- Weihrauch und Schiffchen
- beteiligen sich bei der Zerstörung der Altäre und übernehmen Kreuze und Leuchter. Die Kerzen im Chorraum können nach der Kommunion bzw. bei der Übertragung gelöscht werden, damit das flüssige Wachs nicht alles vertropft.
Kommunionkinder
ziehen mit Tischdecke ein und kommen zum Altar und decken ihn.
KARFREITAG
09.00 Uhr Kreuzweg und Beichtgelegenheit (Letztere von 9.00- 11.00)
15.00 Uhr Liturgie vom Leiden und Sterben Christi
Trauer ob des Todes Christi. Deshalb brennen keine Kerzen und die Altäre sind entblößt. Auch die durcheinander gewirbelten Decken werden am besten gleich nach dem Gründonnerstagabendgottesdienst entfernt. Die Tabernakeltüre ist geöffnet und der Vorhang hängt zur Hälfte heraus, d.h. über der Tabernakeltüre.
Mesneraufgaben
Aus Trauer feiert die Kirche heute keine Heilige Messe, sondern nur eine Liturgie mit Wortgottesdienst, Kreuzverehrung und in einer Kommunionfeier werden die am Gründonnerstag verwandelten Hostien den Gläubigen gereicht. Deshalb sind heute weder Kelch, noch Wein und Wasser vorzubereiten. Bitte, lediglich ein Korporale bereithalten am Aufbewahrungsort. Ich nehme es dann mit dem Speisekelch mit vor zum Altar. Falls vorhanden roten Chormantel und auch für die Ministranten die roten Röcke und Kragen.
Ministranten ziehen in Stille ein und knien sich mit dem Priester vor dem Altar nieder. Falls das Niederfallen und Liegen brauch ist, die entsprechenden Polster richten.
Die drei Lektionare für die Johannespassion vorzubreiten. Ich bringe wieder die Zettel für die Antwoten des Volkes
1. Wortgottesdienst
1. Lesung: Jesaja 52
Antwortpsalm gebetet (Mache ich selber)
2. Lesung: Hebräerbrief 4
Ruf vor der Passion 176,3
Leidensgeschichte nach Johannes(vgl. an Palmsonntag) Bringe wieder Zettelchen mit für die Antworten des Volkes. Bitte, vorher an die Gottesdienstbesucher an der Kirchentüre austeilen, nicht auf die Bänke auflegen.
Großen Karfreitags- F ü r b i t t en aus dem Messbuch. Hier wäre es gut, wenn sich ein Lektor beteiligen möchte für die Orationen, während ich die Einleitung singe.
2. Enthüllung und Verehrung des heiligen Kreuzes. (GL 204)
Wir ziehen mit einigen Ministranten von rückwärts ein, bleiben dreimal stehen bei der jeweilige Enthüllung. 2 Ministranten tragen die Leuchter. Sie werden dann auf den Altar gestellt und das Kreuz entweder ebenfalls auf den Altar gestellt oder davor angelehnt. Zur Kreuzverehrung Gl 858 singen. Wenn viele zur Kreuzverehrung vorkommen, dann auch 855 und 899.
3. Kommunionfeier: Das Allerheiligste wird in einfacher Form auf den Altar gebracht. Bei der Austeilung der Kommunion, wieder Lieder anstimmen: 179 und 187 oder andere Passionslieder.
4. Aussetzung mit Monstranz zum Heiligen Grab oder nach Ortsbrauch. Auf dem Weg zur Aussetzung, könnten die Kommunionkinder mitgehen. In Oberköst singen wir „Pangue lingua“ GL 866. Mancherorts werden auch die 5 Wunden gesungen. Mancherorts ist auch ein Totenbrett brauch. Punkt 4 kann auch entfallen.
18.00 Uhr Andacht zu den 7 Worten GL 776 + 187
Am Schluss aus der Trauermette 3. Teil der Klagelieder des Propheten Jeremia(singe ich vor)
Ostermontag, 9.30 Uhr Lieder: 859 Gloria: 909 - nach der 1. Lesung Psalm beten, nach der 2. Lesung Halleluja 530,7 Gabenbereitung: 863, Sanctus: 941, Agnus Dei 482; Kommunionlieder: 862; 860, 864 - Schlusslied: 576 oder 585
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