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Archive für 11.4.2010
2. Sonntag der Osterzeit, 17.00 Uhr VAM in Gremsdorf/ Sonntag, 10. April 2010 in Stappenbach um 9.30 Uhr
11.4.2010 von eduard.
Apostelgeschichte 5, 12-16; Offenbarung 1,9-19; Johannes 20,19-31
Neben meiner Haustüre hängt ein großer Holzschlüssel mit mehreren Hacken, an denen alle anderen Schlüssel hängen. Schlüssel sind wichtig nicht nur für die Wohnung, sondern auch für die Herzen der Menschen und vor allem für den Glauben.
In der Geheimen Offenbarung des Johannes, der zweiten Lesung, spricht der Auferstandene, der sich dem Seher im Glanz seiner Gottheit zeigt: „Ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.“ d.h. die Schlüssel, um das Reich des Todes in der Unterwelt zu öffnen. Byzantinische Ikonen stellen Christus dar, wie er nach seinem Tod am Kreuz in die Unterwelt geht. und von dort zusammen mit Adam und Eva die Gerechten des Alten Bundes heraufholt und befreit. Drei Tage lang war er dort als Toter, am dritten Tag jedoch ist er von den Toten und aus dem Raum des Todes auferstanden. Deshalb muss er über die Schlüssel für die Tür verfügen. Die Auferstehung Jesu ist ein Lebenszeichen des lebendigen Gottes. Er hat nun an der Lebendigkeit Gottes selbst teil. Wer die Schlüssel zu einer Wohnung hat, der kann auch andere aus dem Todesreich herauslassen. Im Glaubensbekenntnis heißt es denn auch: „Hinab gestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten…“ Wenn er damit aufschließt, so ist es endgültig und für immer.
Wenn ich Besitzer von Schlüsseln bin, so kann ich diesen auch weitergeben und gut bekannten Menschen anvertrauen mit der Bitte in meiner Abwesenheit in der Wohnung nach zu schauen und während meines Urlaubs zu lüften und die Blumen zu begießen. So hat Jesus seinen Schlüssel dem Apostel Petrus und den anderen Apostel anvertraut und sie damit betraut: „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches geben. Was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ So sollen Menschen die Öffnungs- und Schließarbeit des göttlichen Erlösers fortsetzen: d. h. mit anderen Worten sie sollen ihnen den Glauben erschließen und sie zum Glauben führen. In der 1. Lesung aus der Apostelgeschichte erfahren wir vom Wirken des Petrus. Im Auftrag seines Herrn heilt er Kranke. Ihre Angehörigen legten sie auf Betten und Bahren, dass wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel.“ Und es heißt, dass alle geheilt wurden.
Im Evangelium verwandelt der Auferstandene Herr die Hand mit den Fingern des Thomas zu einem Schlüssel, der ihm aus seinem Zweifel aufschließt und zum Glauben führt. „Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Thomas hatte zunächst seinen Schlüssel verloren gehabt, aber indem er ihn gesucht hat, hat er ihn auch wieder gefunden.
In der Taufe und beim Empfang der Österlichen Sakramente wird auch uns der Schlüssel zum Glauben geschenkt. Der auferstandene Herr legt auch uns seine rechte Hand auf und spricht: „ Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige.“ Dafür möchten auch wir dem Herrn danken, „denn seine Huld währt ewig.“ Und mit Thomas bekennen auch wir unseren Glauben: „Du bist mein Herr und mein Gott!“
C) Allgemeines Gebet der Gläubigen am 2. Sonntag der Osterzeit, Gremsdorf in der Anstalt und Stappenbach, 10.04.2010
An diesen österlichen Tagen bitten wir Gott, der uns durch seinen Sohn den Heiligen Geist geschenkt hat:
1.- Für die Kinder, die zum ersten Mal zur Kommunion gehen oder schon gegangen sind, wie auch für ihre Eltern, Lehrer und Seelsorger, die ihnen die Liebe Christi erschließen…
ALLE: Heiliger, unsterblicher Gott, erbarme dich ihrer!
2.- Für alle Christen, die sich ihrer Taufe erinnern und sich mit Gott wieder versöhnt haben durch die Beichte, Bußgottesdienst oder durch verschiedene Werke der Liebe und Buße…
ALLE: Heiliger, unsterblicher Gott, erbarme dich ihrer!
3. - Für alle die im Glauben müde geworden sind, weil sie krank, arbeitslos oder enttäuscht sind ob der Missbrauchsfälle und ganz besonders den Tröstergeist brauchen, der ihnen sagt: Fürchte dich nicht! Glaube wieder! …
ALLE: Heiliger, unsterblicher Gott, erbarme dich ihrer!
4. - Für unsere (Gemeinschaft in der Anstalt oder )Gemeinde, unser Arbeitsteam und unsere Familien, die sich nach Erneuerung des christlichen Lebens sehnen…
ALLE: Heiliger, unsterblicher Gott, erbarme dich ihrer!
5.- Für den tödlich verunglückten polnischen Staatspräsidenten und seine Begleitung, wie auch für alle unsere verstorbenen Schwestern und Brüder, die zum Mahl des Lammes gerufen sind und um den Schlüssel in dein Reich bitten…
ALLE: Heiliger, unsterblicher Gott, erbarme dich ihrer!
Gott, unser Vater, dein auferstandener Sohn rahmt unser Leben als der Erste und der Letzte, der immer bei uns bleibt. Er legt seine Hand auf uns und schließt uns die Tür zum wahren Leben auf. Darum lobpreisen wir dich in österlicher Freude, durch ihn Christus, unseren Herrn. AMEN.
Liedvorschläge: 224 oder 220;Gloria 906; 223,1 +Psalm 118 im VI. Ton oder auch einfach beten; 530,8 oder 530,7; 863; 940,1; 959; 861+864; 585,1+2
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E-Mail 11.04.2010
11.4.2010 von eduard.
Liebe Freunde der Predigt- und Liturgieschleife,
anbei einige Anregungen für den 2. Sonntag der Osterzeit. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich den Sambacher Osterbrunnen letztes Mal schon zugesandt, aber die Auferstehungsikone vergessen anzuhängen. Man muss sie etwas aufhellen, was mir nicht gelungen ist. Vielleicht kann man trotzdem die Grundrisse erkennen.
Mit vielen Grüßen bis demnächst
Euer(Ihr)Internetpfarrer
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