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Archive für 14.8.2010

Aufnahme Mariens in den Himmel, VAM, NEA, 14. August 2010

1 Chronik 15,1-415-16;16,1-2; 1 Korinther 15,54-57; Lukas 11,27-28

Liebe Schwestern und Brüder,

Jedes Jahr am 15. August feiern wir das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, im Volksmund auch „Maria Himmelfahrt“ genannt. Es ist das älteste Marienfest überhaupt. In der Ostkirche trägt es die Bezeichnung „koimesis“ Entschlafung oder „dormitio“. Die Dormitio- Abtei in Jerusalem erinnert an dieses Geschehen. Vor 60 Jahren hat Papst Pius XII. das heutige Festgeheimnis zum Glaubenssatz erhoben, den die Kirche immer schon gefeiert hat. Wie viel das auch gerade für die Ökumene bedeuten kann, unterstreicht die Aussage C. G. Jungs, des Sohnes eines protestantischen Pfarrers: „Es  sei dies das wichtigste religiöse Ereignis seit der Reformation“ gewesen.

PREDIGT

Ich habe Herrn Ibeler gebeten die Osterkerze am Taufstein anzuzünden. Warum wohl? Das heutige Fest hat es mit Ostern zu tun.        

Wie kommt das? Wenn jeder Sonntag ein kleines Osterfest ist, dann ist es das heutige Fest erst recht. Es ist das Osterfest des Sommers, während Allerheiligen das Osterfest des Herbstes ist. Konsequent gedacht, ist die Aufnahme Mariens mit Leib und Seele nichts anderes als die Folge der Auferstehung Christi. „Verschlungen ist der Tod vom Sieg…Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch unseren Herrn Jesus Christus.“ Deshalb kann sich beim Jüngsten Tag, der vergängliche Leib mit dem unvergänglichen Leib der Auferstehung bekleiden, so dass der ganze Mensch am Leben Gottes und seiner Herrlichkeit teilnimmt.                                                                          

Die Kirche hat immer schon das Bild von der Bundeslade auf Maria bezogen. Drum heißt es auch in der Lauretanischen Litanei: „Du Bundeslade Gottes!“ Wie die Bundeslade im Tempel zu Jerusalem die heiligsten Symbole des Alten Bundes barg: Die Gesetzestafeln mit einem Gefäß von Manna und dem Stab Aarons - so trug Maria in ihrem Leib den Allerheiligsten Sohn Gottes. Und der Zug der Bundeslade nach Jerusalem, gleicht dann der Aufnahme Mariens in das himmlische Jerusalem. Der Antwortpsalm erwähnt, dass die Bundeslade von der Ebene Iaar(auch als Kear-Jearim bekannt) nach Jerusalem gebracht wurde. Von der Ebene bis dort hinauf dürfte einen Höhenunterschied von fast 700 m ausmachen. So kam auch der Leib Mariens in das himmlische Jerusalem hinauf. Der Ort liegt ung. 14 Km nord-westlich von der Hauptstadt Israels. Die Kunde davon erfuhr man in Efrata, das ist ein Synonym für Betlehem und Umgebung.

Noch deutlicher ist der Vergleich mit dem Zelt. Zelt steht in der Bibel oft für den vergänglichen Leib des Menschen. So heißt es bei Paulus: „Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetet ewiges Haus im Himmel.“ (2 Kor 5,1)

 

Das Evangelium lässt durch die Stimme einer Frau den Leib der Gottesmutter selig preisen: „Selig die Frau, deren Leib dich getragen und deren Brust dich genährt hat.“ Eine solche Seligpreisung kann nicht ohne Folgen bleiben. Und so war es nur folgerichtig, dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde.   

 

C) Aufnahme Mariens, Emskirchen/NEA , 14 /15. August 2010

Treuer Gott, mit Maria sind wir unterwegs zu dir. Ihr Gebet bestärkt unsere Bitten, die wir an dich richten:

 

1.       Für die ganze heilige Kirche: um Treue im Glauben, um eine lebendige Hoffnung und um tatkräftige Liebe.

ALLE: Herr, erhöre unser Gebet

 

2.       Für die Menschen auf der ganzen Erde: um den Geist des

Friedens und der gegenseitigen Achtung.

ALLE: Herr, erhöre unser Gebet

 

3. Für alle, die auf die Kräfte der Natur und der Heilkräuter vertrauen: damit sie in ihnen, die heilende Kraft des Schöpfers  erkennen.

ALLE: Herr, erhöre unser Gebet

 

4. Für alle, die in diesen Tagen Opfer der Überschwemmungen in Sachsen und Pakistan, oder der Waldbrände in Russland geworden sind: um Hilfe zum Überleben…

ALLE: Herr, erhöre unser Gebet

 

5. Für unsere Verstorbenen: Um ewige Freude  bei dir in der Heimat des Himmels…

ALLE: Herr, erhöre unser Gebet

 

Herr und Gott! Wir danken dir, dass du uns berufen hast zur Fülle des Lebens. Maria, unsere Schwester und Mutter, ist uns in den Himmel bereits vorausgegangen. Mit ihr preisen wir dich heute und alle Tage unseres Lebens und dereinst in deiner Ewigkeit. AMEN.

Herr, unser Gott! Du hast Maria über alle Geschöpfe erhoben und sie in den Himmel aufgenommen. An ihrem Fest danken wir dir für die Wunder deiner Schöpfung. Durch Heilkräuter und Blumen schenkst du uns Gesundheit und Freude. – Seg+ ne diese Kräuter und Blumen. Sie erinnern uns an deine Herrlichkeit und an den Reichtum deines Lebens. Schenke uns auf die Fürsprache Mariens dein Heil. Lass uns zur ewigen Gemeinschaft mit dir gelangen und dereinst einstimmen in das Lob der ganzen Schöpfung, die dich preist durch deinen Sohn Jesus Christus in alle Ewigkeit. A

C) Aufnahme Mariens, Emskirchen/NEA , 14 /15. August 2010

Treuer Gott, mit Maria sind wir unterwegs zu dir. Ihr Gebet bestärkt unsere Bitten, die wir an dich richten:

 

1.       Für die ganze heilige Kirche: um Treue im Glauben, um eine lebendige Hoffnung und um tatkräftige Liebe.

ALLE: Herr, erhöre unser Gebet

 

2.       Für die Menschen auf der ganzen Erde: um den Geist des

Friedens und der gegenseitigen Achtung.

ALLE: Herr, erhöre unser Gebet

 

3. Für alle, die auf die Kräfte der Natur und der Heilkräuter vertrauen: damit sie in ihnen, die heilende Kraft des Schöpfers  erkennen.

ALLE: Herr, erhöre unser Gebet

 

4. Für alle, die in diesen Tagen Opfer der Überschwemmungen in Sachsen und Pakistan, oder der Waldbrände in Russland geworden sind: um Hilfe zum Überleben…

ALLE: Herr, erhöre unser Gebet

 

5. Für unsere Verstorbenen: Um ewige Freude  bei dir in der Heimat des Himmels…

ALLE: Herr, erhöre unser Gebet

Herr und Gott! Wir danken dir, dass du uns berufen hast zur Fülle des Lebens. Maria, unsere Schwester und Mutter, ist uns in den Himmel bereits vorausgegangen. Mit ihr preisen wir dich heute und alle Tage unseres Lebens und dereinst in deiner Ewigkeit. AMEN.

Herr, unser Gott! Du hast Maria über alle Geschöpfe erhoben und sie in den Himmel aufgenommen. An ihrem Fest danken wir dir für die Wunder deiner Schöpfung. Durch Heilkräuter und Blumen schenkst du uns Gesundheit und Freude. – Seg+ ne diese Kräuter und Blumen. Sie erinnern uns an deine Herrlichkeit und an den Reichtum deines Lebens. Schenke uns auf die Fürsprache Mariens dein Heil. Lass uns zur ewigen Gemeinschaft mit dir gelangen und dereinst einstimmen in das Lob der ganzen Schöpfung, die dich preist durch deinen Sohn Jesus Christus in alle Ewigkeit. AMEN.

 

Liedvorschläge: 890; 454, 457; 602; 530,6; 588; 823; 482; 900; 589

E-Mail 14.08.2010

Liebe Freunde,

anbei einstimmende Gedanken auf das „Osterfest des Sommers“. Die Formulierung mag ungewohnt klingen, aber letztendlich trifft sie doch zu.
Vielleicht können Sie(oder könnt Ihr) dort, wo Ihr wohnt einen Kräuterbuschen oder Wurzwisch sammeln und zur Segnung in die Kirche tragen.

Es ist ein uralter Brauch, der in Deutschland auf das 10. Jh. zurückgeht. Die Kirche des Mittelalters versuchte alte germanische Bräuche zu verchristlichen, indem sie die Wirkkräfte der Heilkräuter auf Gott zurückführte, wozu man die Fürsprache Mariens und der Heiligen hilfreich sah. Dass man diese Kräuterweihe auf das Hochfest Aufnahme Mariens in den Himmel(15. August) legte, mag mit dem Umstand zusammen hängen, dass die meisten Kräuter erst im August zur vollen Reife kamen. Auch die Aussage des Hohenliedes 2,1 von der „Blume auf den Wiesen und der  Lilie der Täler“, die die Kirche auf Maria anwendet, mag zu dieser Bevorzugung beigetragen haben. 

Praktisch lässt sich so ein „Wurzbüschel“ – wie er in Franken heißt, so zusammenstellen:  Wer einen kleinen Hausgarten oder eine Wiese oder einen Wald in der Nähe hat, möge Ausschau halten. Es gibt Sträuße mit 7,  mit 14 und mit 99 Kräutern, aber an sich genügt auch schon eines. Es bereitet viel Spaß mit Kindern diese zu suchen, zu pflücken und so manche Legende dazu zu erzählen. Viele nehmen wir als Teesorten zu uns, wobei die Blätter wirksamer sind als die Beutel. Es können auch Blumen und Getreidearten mit hinein genommen werden, ja sogar Gräser. Die meisten Medikamente werden ja immer noch aus solchen Kräutern gewonnen. 

Man möge dann den Strauß mit einer bunten Schleife oder Binsen zusammen binden, übernacht ins Wasser stellen und am Sonntag zur Segnung bringen. In früheren Zeiten sind diese Kräuter an die Tiere verfüttert worden, jetzt eignen sie sich eher dazu, dass man sie im Zimmer aufhängt mit den Stängeln  nach oben. So halten sie sich sehr lange und verbreiten einen angenehmen Duft, der einen Hauch von Schöpfung vermittelt. Schön ist auch der Brauch, nach dem Gottesdienst die Gräber der Verstorbenen auf dem Friedhof aufzusuchen und so einen Kräuterbuschen auf das Grab zu setzen.

Zu all den Bemühungen wünsche ich Ihnen(Euch)  viel Freude und Erfolg mit dankbaren Grüßen

Ihr
Internetpfarrer Topits

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