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Allerseelentag, Höchstadt, 2.11.2010

Dieser Eintrag stammt von eduard Am 2.11.2010 @ 21:55 In Pfarrer Topits | 560 Kommentare


2 Makkabäer 12,43-45 ; 1 Thessalonicher 4,13-18; Johannes 11,17-27

 

Ein Mann fragte einmal seinen Pfarrer: „Werde ich nach dem Tode meine Lieben wieder sehen?“ Darauf antwortete der Pfarrer: „Ich glaube, dass ich meine Lieben wieder sehen werde, aber die anderen auch.“ Darauf der Fragesteller: „ Ich habe die Hoffnung auf ein Wiedersehen, aber ich frage mich, wie wir uns wieder erkennen werden?“ Pfarrer: „Wir werden verwandelt werden - wie es uns der Apostel Paulus kundtut. Vermutlich werden wir uns dann nicht wieder erkennen an einer Nelke im Knopfloch, aber wahrscheinlich wird diese Frage keine allzu große Rolle mehr spielen.

 

Der Verstorbenen gedenken, heißt sich über den Tod und die Hoffnung über den Tod hinaus Gedanken zu machen. Die Frage nach dem Weiterleben nach dem Tode stellten sich schon die ersten Christen in der Gemeinde Thessalonich. Stirbt mit ihrem Tod auch die Hoffnung auf den gekreuzigten, auferstandenen und wiederkommenden Herrn? Es ist für Paulus aber auch für uns die schwerste aller Fragen. Sein Ziel ist nachzuweisen, dass Christen sich in der Trauer gerade von denen unterscheiden, die keine Hoffnung angesichts des Todes haben. Deshalb führt er folgende Beweiskette:

 

1. Christus ist gestorben und auferstanden. Dieser Glaube ist Ausgangspunkt und Herzmitte allen weiteren. Wer an die Auferstehung Jesu glaubt, der glaubt auch an die Auferstehung der Toten.

 

2. Jesus wird auch alle anderen Verstorbenen zur Auferstehung führen. Wenn er auferstanden ist, dann werden auch wir auferstehen. Die Nachfolge Jesu endet nicht im Tod, sondern in der Herrlichkeit Gottes.

 

3. Paulus beruft sich auf ein Wort des Herrn: „Er selbst wird vom Himmel herabkommen, wenn der Befehl ergeht, der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt.“ Der Herr wir auf uns Menschen nochmals zu kommen und wir werden zu ihm kommen. Das Ziel unseres Lebens heißt: für immer beim Herrn sein.

 

Die Menschen, die nicht glauben und keine Hoffnung haben gleichen  dem Australischen Airbus, der in diesen Tagen in Singapur notlanden musste, weil zwei der vier Triebwerke ausgefallen sind. Der Glaube an die Auferstehung ist für uns ein mächtiges Triebwerk, dass uns Kraft und Mut gibt dieses Leben zu meistern.

 

An Allerseelen empfehlen wir unsere Verstorbenen in die Hände Gottes. Bei einem Versehgang in jüngster Zeit, hat mir die Sterbende auf mein Gebet geantwortet: „Amen, Halleluja!“ Sie ist in der Hoffnung auf die Auferstehung gestorben.   


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