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Weihnachten, Am Morgen, Gremsdorf, 25.12.2010 - 9.00

Dieser Eintrag stammt von eduard Am 25.12.2010 @ 14:03 In Pfarrer Topits | 412 Kommentare

Jesaja 62,11-12; Psalm 97,1-12; Titus 3,4-7; Lukas 2,15-20

Liedvorschläge: 143,1-3; 129; 927,1-3; 149,2; 530,7; 356; 847;941,1; 959: 138+848; Dank: 132,1-3; 849,1-3

ERÖFFNUNGSVERS

Ein Licht strahlt heute über uns auf, denn geboren ist uns der Herr. Und man nennt ihn: Starker Gott, Friedensfürst, Vater der kommenden Welt. Seine Herrschaft wird kein Ende haben.

HOMILIE

Mit feierlichen Worten, die der Ausdrucksweise des damaligen Hofstils entsprechen,  beschreibt der Apostel Paulus in seinem Brief an Titus zwei Eigenschaften Gottes, die sich in der Menschwerdung seines Sohnes, Jesus Christus besonders gezeigt haben:

Es ist zunächst Gottes Güte. Gott ist vor allem der Gute, das höchste Gut. In seiner unfassbaren Güte tritt er dem Menschen nicht als Richter und Rächer entgegen, sondern als der, der sich seiner erbarmt. Deshalb erweist er sich ihnen auch in seiner Menschenfreundlichkeit. Gott offenbart sich als Freund der Menschen, als unser Freund. Obwohl der Abstand vom Geschöpf zum Schöpfer ein unendlicher ist, lässt er sich in liebender Weise zu uns herab - lässt uns den Abstand sozusagen nicht verspüren. Mit der Geburt Jesu, mit seinem ganzen  Leben, Leiden und Sterben bricht diese Wende in die Geschichte der Menschen ein. Sie bedeutet gleichzeitige eine Wende auch im Leben des Einzelnen.

Schließt sich der Christ durch seinen Glauben dieser Mensch gewordenen Güte und Freundlichkeit Gottes an, dann rettet ihn Gott vom ewigen Verderben durch das Bad der Wiedergeburt, das uns zu einer Neuschöpfung macht. Durch die Taufe wird der Keim eines neuen, übernatürlichen Lebens in die Seele des Menschen eingesenkt. Damit wird ihm der Begin eines höheren Lebens geschenkt. Es ist das Geschenk, das auch den Hirten in der hl. Nacht zuteil geworden ist.

 

Mit der Geburt von Oben ist die Erneuerung im Heiligen Geist verbunden. Er ist im reichen Maß über uns ausgegossen durch Jesus Christus, unseren Retter. So wird der Mensch in der Taufe  durch die Gabe des Gottesgeistes neu geschaffen, eine „neue Schöpfung“.

Das wiederum bedeutet eine Umwandlung des bisherigen Lebens. Diese Rettung kann  aber nie das Werk des Menschen sein, sondern das Werk des göttlichen Erbarmens, des dreifaltigen Gottes. Der Apostel ruft jedem einzelnen Christ in der jungen Gemeinde diese Wende in Erinnerung, die durch die christliche Taufe eintrat. Als solche erweisen sie sich wie die Hirten als Verkündiger und Vervielfältige der Frohen Botschaft der hl. Weihnacht.

Laien sind das Herzstück der kirchlichen Arbeit im Süden von Honduras, die von der Aktion ADVENIAT unterstützt wird. Lorenzo Aguilar kümmert sich um die Wasserversorgung, für die Mühlabfuhr und sorgt für die Ausbildung  von rund 1.500 Laien in seiner Diözöse Choluteca. Einige davon übernehmen die Aufgabe Wort-Gottes- Feiern am Sonntag zu halten, dort, wo kein Priester verfügbar ist die hl. Messe zu feiern. Meistens reichen zwei engagierte Laien, um einer Gemeinde neues Leben einzuhauchen, meint er Lorenzo. 

Durch seine Gnade sind wir gerechtfertigt. Alles verdanken wir seiner unbegreiflichen Liebe. So sind wir auch eingesetzt als Erben des ewigen Lebens, weil wir in der Taufe an Kindesstatt angenommen sind. Noch besitzen wir nicht das ewige Leben in seiner Fülle,  wohl aber die unerschütterlich Hoffnung darauf.

So hat der Herr auch uns gewonnen und wir gehen vor ihm her und vor allem folgen ihm nach. Denn siehe „jetzt kommt deine Rettung. Siehe, er bringt seinen Siegespreis mit.“ AMEN.

A) Weihnachten am Morgen, Gremsdorf , 25.12. 2010

Aus dem Dunkel dieser Welt, in den Nöten und Sorgen, die uns bedrängen, rufen wir zu Jesus Christus, der heute als Retter erschienen ist:

 

1.       Für die Christenheit, die aus vielen Kirchen und Bekenntnissen besteht:  um Einheit im Glauben, in der Liebe und in der Wahrheit…+

2.       Für das Land, in dem  Christus geboren wurde und gelebt hat: um einen gerechten und dauerhaften Frieden…+

3.       Für die Kirche in Lateinamerika; dass sie, durch unser Adveniat- Opfer ermutigt, für Gerechtigkeit und Menschenwürde eintritt…

Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich!

4.       Für die Menschen, deren Herz von Misstrauen oder Hass erfüllt ist: um die Bereitschaft zur Versöhnung…+

5.       Für alle, die sich in diesen Tagen einsam und traurig fühlen, weil sie krank oder verlassen sind: dass sie wahre Gemein-schaft erfahren und froh werden…

Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich!

6.       Für alle, die durch Gesang, Gebet oder Gestaltung der Kirche und der Gottesdienste den Dienst der Engel und der Hirten an der Krippe wahrnehmen…+

7.       Für unsere Verstorbenen: um die ewige Freude in deinem Reich des Lichtes und des Friedens…

Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich!

Darum bitten wir dich, himmlischer Vater, durch deinen Sohn Jesus Christus: er ist der Abglanz deiner Herrlichkeit und das Abbild deines Wesens. Dir sei Preis und Dank in alle Ewigkeit. AMEN.


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