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Neujahr 2011, Hochfest der Gottesmutter Maria, Gremsdorf
Dieser Eintrag stammt von eduard Am 1.1.2011 @ 14:05 In Pfarrer Topits | 916 Kommentare
Numeri 6,22-27; Psalm 67,2-8; Galater 4,4-7; Lukas 2,16-21
Liedvorschläge: 851/1+2+3; 820; 149,4; 530,6; 851,4-6; 469; 470,1+2; 850; 135; 577,1+4
Auf dem Friedhof in Bad Wörishofen entdeckte ich vor einem Jahr ein interessantes Grab. Es gehörte einem Uhrmacher. Auf dem Grabstein war tatsächlich eine Uhr eingemeißelt mit einem großen Zeiger nach Oben. Darunter stand der Grabspruch:
„Meine Zeit liegt in deinen Händen.“ (Psalm 31,16a) oder nach der Einheitsübersetzung „In deiner Hand liegt mein Geschick.“ (Psalm 31,16a)
Neujahr hat es mit der Zeit zu tun. Das neue Jahr ist erst wenige Stunden alt, und liegt wie ein soeben geborenes Kind vor uns. Was wird in den folgenden 365 Tagen alles auf uns zukommen? Das wissen wir noch nicht, aber wir wissen, dass auch die Zeit des neuen Jahres in Gottes Händen liegt.
Die Kirche gibt uns einen Wegweiser mit. Es ist Maria. Sie nimmt uns an der Hand und führt uns in das neue Jahr ein. Sie bedenkt mit uns auch die Ereignisse des alten Jahres und hilft sie uns zu sortieren. Für sie war einiges recht bedeutsam: Der Besuch des Engels, ihre eigenartige Schwangerschaft und die Probleme ihres Bräutigams damit, die Geburt ihres Sohnes in einem Stall, die Sorge um das Kind, die Besuche der Hirten und ihre eigenartige Erzählung von der Botschaft des Weihnachtsengels, die Huldigung der Sterndeuter aus dem Osten. Es braucht Zeit, bis sie alles verarbeiten und nachvollziehen konnte, dass sie von Gott ein Kind zur Welt gebracht hat.
Noch nicht vermag sie die Zukunft des Kindes erahnen. Dass er sobald als Kleinkind vor den Tötungsabsichten des Königs Herodes nach Ägypten flüchten muss und dass er später im Tempel zurückbleibt und dann nach seiner Lehre seinen eigenen Wege mit den Jüngern geht bis zu seinem Leidensweg und Kreuzestod. Aber eines weiß Maria von Anfang an: Gott wird mich dabei begleiten und wird mir beistehen. Meine Zeit steht in seinen Händen. Daraus schöpft sie Kraft und Mut, ihren Lebensweg zu beschreiten und zu meistern.
Mit Maria bedenken auch wir die Ereignisse des vergangenen Jahres. Was lassen wir hinter uns? Wo gehen wir hin? Was geschah in unserer Pfarrgemeinde? einige Kinder sind durch die Taufe, Erstkommunion und Firmung in unsere Pfarrgemeinde und die Kirche aufgenommen worden, andere haben geheiratet, wiederum andere sind gestorben oder gar ausgetreten. Wir bedenken auch unser persönliches Leben: unsere Erkrankungen, Freuden und Leiden. Ein Jahr sind wir älter geworden und näher an die Ewigkeit heran gekommen.
Und mit ihr an der Hand wollen wir uns mutig in das Neue Jahr hineinwagen. Was wird sich verändern, was bleibt beim Alten? Keiner weiß, was das neue Jahr bringen wird, aber eines ist sicher: Gott ist bei uns, das zeigt uns Maria. Die Hirten gingen als Verwandelte zurück zu ihren Herden und ihrem Alltag. Sie hatten eigentlich nur ein Kind gesehen, aber sehr viel mitgenommen. Denn sie hatten in diesem Kind ihren Erlöser und Heiland erkannt. Sie stehen für die, die genauer hinsehen und dann als Zeugen der Frohen Botschaft auftreten.
Es geht ja darum, dass wir als Christen einer erfüllten Zeit entgegen gehen. Acht Tage nach seiner Geburt vollendet sich die Geburt des Messias gewissermaßen mit seiner Namensgebung. Der Name des Kindes: „Jesus“ ist auch für uns Programm: „Gott rettet“ - „Gott hilft“. Er vermittelt uns den Segen Gottes, wie ihn Aaron, der Bruder des Mose für sein Volk erfleht hat: „Gott lasse sein Angesicht über dich leuchten.“ d.h. er strahle dich an. Gott erhebt sein Gesicht über dich und schaut dich gütig an. Besser kann das Neue Jahr nicht beginnen. „Denn der Herr krönt das Jahr mit seinem Segen. Auch seine Zeit liegt in den Händen Gottes!“
In Gottes Namen beginnen wir das neue Jahr. Voll Vertrauen bitten wir ihn:
Eintracht, dass unsere Arbeitsplätze erhalten bleiben und dass es uns gelingt den Armen hier und weltweit tatkräftig zu helfen…
Ewiger Gott, du begleitest unseren Lebensweg mit deinem Segen. Wir danken dir und loben und preisen dich heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit. AMEN.
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