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Rückschau 2010
Dieser Eintrag stammt von eduard Am 1.1.2011 @ 14:08 In Pfarrer Topits | 307 Kommentare
Liebe Freunde,
wenn ich die Ereignisse und Geschehnisse des zu Ende gehenden Jahres 2010 betrachte, so entdecke ich einige wichtige sog. rote Fäden. Mein Hauptziel war an den liturgischen Projekten zu arbeiten. Nun habe ich die eine Arbeit über die Umsetzung der liturgischen Beschlüsse der Konzilskonstitution „Sacrosanctum Concilium“ in den Ortsgemeinden mit einer Umfrage und Erhebung einigermaßen abgeschlossen.(Geschätzter Umsetzungsfaktor 30%) Leider kamen zu wenige Rückmeldungen aus unserer unmittelbaren Gegend. Vielen Dank auch allen, die mir dabei geholfen haben! Nun habe ich unter Anleitung von Professor Dr. Martin Stuflesser, Würzburg eine größere Arbeit begonnen und zwar über die Gabenbereitung(Offertorium), wobei es um Vergleichswerte mit den Ostkirchlichen Riten(DDr. Németh) und den Diözesangebetbüchern geht. Langsam gerate ich jedoch unter Zeitdruck, denn nur noch ein Jahr genieße ich die Privilegien eines Seniorstudenten, danach muss ich für die Studiengebühren selbst aufkommen. Größere Ereignisse auf dem Gebiet waren ein Gespräch mit Zeitzeugen der Liturgiereform, wie auch das Symposion mit Karl Kardinal Lehmann am 4. Dezember. Herr OSTR Franz Bauer bringt mir jetzt das NT- Griechisch bei.
Wichtige Fortbildungen fanden statt mit dem Banater Priesterkreis in Ingolstadt, wo ich in der Fastenzeit auch einen Einkehrtag hielt, eine intensive Woche mit Gregorianischen Choral Prof. Klöckner in Münsterschwarzach, über Trauerarbeit und Begleitung Sterbender in Werdenfels. Es folgte zwei Wochen später noch eine Einkehrwoche mit Pfr. Ringseisen, mit dem ich schon im Februar eine hatte. Studienreisen führten mich als geistlicher Begleiter mit dem Kolpingwerk nach Südböhmen und mit der Seelsorgerwoche in die Lausitz. Vorträge hielt ich über den Rosenkranz bei den Dominikanerinnen vom Heiligen Grab in Bamberg, über Assisi bei den Senioren und über Südböhmen bei der Kolpingfamilie Höchstadt. Jubiläen gab es in der Verwandtschaft zwei: den 90. GT meines Großonkels Toni Hess und die diamantene Hochzeit seines Bruders Josef Hess mit Tante Kathi. In Bamberg feierte der Kreisverband sein 25-jähriges Bestehen.
Mein gesundheitlicher Zustand blieb generell stabil, dank auch meiner Tätigkeit als temporärer Hausgeistlicher der Malersdorfer Schwestern(3 x 2 Wochen). Auch konnte ich während der großen Hitzewelle im Juli drei schöne Urlaubswochen an der Ostsee verbringen. Gestärkt an Leib und Seele stellte ich mich den wachsenden Seelsorgsaufgaben der Urlaubsvertretungen hier und vor allem in Neustadt/Emskirchen, Sterpersdorf und Gremsdorf, wie auch zu punktuellen Aushilfen in drei Dekanaten, wie auch in der Anstalt der Barmherzigen Brüder und in zunehmenden Maße in meinen ehemaligen Gemeinden. Auf Betreiben meines Dekans ernannte mich das Ordinariat zum „Subsidiar“, was soviel bedeutet wie „ein in der Seelsorge helfender Geistlicher“. Nicht wissend um die wahre Bedeutung der neuen Wortschöpfung, erhielt ich von mehreren Seiten Anrufe und Glückwünsche! Dankbar bin ich, dass ich jetzt wenigstens am Sonntag eine feste Gottesdienstgemeinde habe (Gremsdorf) und das die Leute und Kinder so gut mitmachen. Denn schließlich bin ich nach wie vor gerne Seelsorger, wenn auch nur als bescheidener Mitarbeiter im Weinberge des Herrn. Als solcher durfte ich mehrmals taufen und zwar auch in meiner Verwandtschaft: Fiona Zimmermann, Enkelin einer Cousine väterlicherseits aus Kemmern und den zweiten Sohn meines Neffen Elmar in Pommersfelden. Mit ihm zusammen wurde getauft Dominik Kriebel aus Reckendorf. Beehrt hatte mich auch eine Familie aus Steppach mit der Taufe ihrer Erstgeborenen Amelie Karbacher. Es folgten in der Osterzeit die Kindergartenkinder Viktoria und Dennis Zeiser hier und im Mai Sophie Zeiler aus Limbach in Pommersfelden. Im November taufte ich aus dem Siegismunder Bekanntenkreis Leonie Novy, eine Woche später einen Noel in Etzelskirchen und am 1. Advent in Gremsdorf gleich zwei Kinder: Lena und Max. So mancher Gemeindepfarrer hat keine 11 Taufen zu Verzeichnen gehabt. Bei den Trauungen war es auch bei mir heuer, dem Trend entsprechend, etwas mager bestellt. Selber hielt ich nur eine einzige richtige Trauung in Neustadt: Stefan und Radmilla Schultheiß. Mitgewirkt habe ich dann noch bei zwei weiteren Trauungen: Christian und Susanne Zwanziger, Uehlfeld und Christian und Susanne Plätzer. Umso häufiger waren hingegen die Beerdigungen. Im Bekanntenkreis verstarben: Bayer Kunigunda, geb. Behr, die Oma von Evi Dotterweich und Thomas Pröls aus Schlüsselfeld und in Sambach habe mitgewirkt bei: Maar Herbert und Durmann Agnes, in Scheinfeld Hofmann Lina; in Höchstadt: Amtmann Margareta, geb. Scharold und Maier Maria, geb. März; Schwandner Sonja (Lonnerstadt); in NEA: Füzfa Magdalena, die Frau des ehemaligen Mesners und Landsmännin aus Sanktanna; Dedek Franziska; Opholz Alex; Lantin Günter, geb. Goebbels; Peschkit Marga; Krämer Marianne, geb. Tasler(Münchsteinach), Günther Cäcilia(Emskirchen).
Durch einen gegebenen Anlass trat ich der Selbsthilfegruppe der Wachkommapatienten bei und konnte bis jetzt fast jede monatliche Runde der Angehörigen besuchen. Auch besuchte ich hin und wieder die Tafel und die Seniorenheime. Im Krankenhaus werde ich auch häufig gebraucht. Dort geht es meist um Versehgänge und Krankensalbungen. Leider habe ich schon zwei Gefäße für das Krankenöl dabei verloren. Der heilige Antonius schiebt auch sonst schon bei mir Überstunden. Kürzlich kam auch mein Reisepass abhanden. Einiges findet sich wieder, wie z. B. mein Ladegerät für die Kamera, anderes bleibt verlegt. Die Runde der Hauskranken musste wegen meiner häufigen Abwesenheit einige Male warten. Die Not im Lande nimmt immer mehr zu. Viele Menschen haben nicht mal das Nötigste zum Überleben. Wenn dann noch Krankheit oder Sucht hinzukommt, sieht es schwierig aus. Es ist schön, wenn man helfen kann, aber zuweilen übersteigen die gestellten Anforderungen die eigenen schwachen Kräfte. Abends gibt es dann noch sehr oft Telefonseelsorge. Einige Freude bereitet mir die Internetgemeinde mit ihrem Gedankenaustausch. Auch in diesem Jahr durfte ich sehr viele Menschen und Familien kennen lernen, einigen wenigen konnte ich vielleicht helfen, manche trösten oder wieder aufrichten. Ihnen und Euch allen gesegnete Feiertage von
Eurem(Ihren) Internetpfarrer Egmont Franz Topits
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