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Aschermittwoch, 9. März 2011 Gremsdorf
Dieser Eintrag stammt von eduard Am 9.3.2011 @ 21:54 In Pfarrer Topits | 303 Kommentare
Liturgische Einführung
Die Asche hat dem heutigen Tag seinen Namen gegeben. Sie ist ein starkes Zeichen, das aufrüttelt und sogar schockiert. Wo sehen wir heute noch Asche? Wenn ein Auto ausbrennt oder ein Wohnhaus niedergebrannt ist, oder an Mamas oder Papas Zigarette oder vielleicht bei Urnenbestattungen. In meiner Kindheit war Asche etwas Selbstverständliches. Morgens nach dem Aufstehen, mussten wir als erstes den Aschenschuber aus dem Sparherd herausziehen und im Garten auslehren. Erst dann konnten wir neues Feuer machen.
Asche bleibt übrig, wenn etwas verbrannt worden ist. Meistens ist es nur ein unansehnliches Häuflein. Für einen Menschen der nach seinem Tod verbrannt wird, reicht eine kleine Urne aus. So gesehen, ist Asche Zeichen dafür, dass alles vergeht, wie das Holz im Ofen zu Asche niederbrennt. „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst!“ Diese Worte werden bei jeder Beerdigung gesprochen, wenn der Priester die Erde auf den Sarg wirft.
Die Bibel verbindet das Bild von der Asche mit dem des Staubes. So bekennt Abraham als er sich für die Bewohner von Sodom und Gomorrha einsetzt: „Obwohl ich Staub und Asche bin, habe ich es nun einmal unternommen mit dir zu reden. (Genesis 18,27) Vom gerechten Dulder Hiob im Alten Bund heißt es, dass er sich nach den vielfältigen Schicksalsschlägen in die Asche setzt und trauert.
Das Aschenkreuz fordert uns auf: Stelle dich auch deiner eigenen Vergänglichkeit. Denke an deinen Tod. Denke an das, was dich schmerzt, beschmutzt und Dunkel bleibt. Die Asche kündet uns auch: Manchmal muss etwas in deinem Leben verbrannt werden, damit an seiner Stelle Neues entstehen und wachsen kann. Asche ist auch der beste Dünger für die Pflanzen. In Fortführung dieses Gedankens hat das Christentum das Bild vom sagenhaften Vogel Phönix aufgegriffen, der aus seiner eigenen Asche wieder neu ersteht, und auf die Auferstehung Christi angewandt. Deshalb stellt der Aschermittwoch den Auftakt zur Österlichen Bußzeit dar, an deren Ende das Osterfest steht. Aus Staub und Asche geht neues Leben hervor.
Allgemeines Gebet der Gläubigen an Aschermittwoch A 2011
Jesus selbst hat versprochen bei uns zu sein, auch wenn Nacht und Dunkel, Blindheit und Finsternis über uns hereinbrechen. In dieser Hoffnung dürfen wir bitten:
1. Für alle, deren Gebet in Not, Bitterkeit und Enttäuschung erstorben ist…
2. Für alle, die in diesen Tagen Notleidende unterstützen, und für alle, die auf die Solidarität anderer angewiesen sind…
3. Für alle, die sich vorgenommen haben, in den kommenden 40 Tagen durch Verzicht und Umkehr ihr Leben neu auf dich auszurichten…
Herr Jesus Christus, dein Beispiel fordert uns heraus, dein Ruf zur Umkehr verändert unser Leben. Wir danken dir, dass du unser Leben erleuchtest und uns mit deiner Gnade beistehst. Dir sei Ehre und Lobpreis in alle Ewigkeit. AMEN.
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