Archive for April, 2011

Palmsonntag, Lesejahr A, Gremsdorf, 17.04.2011

Sunday, April 17th, 2011

Matthäus 21,1-11; Jesaja 50,4-7; Psalm 22(GL 176,2) Philipper 2,6-11; Matthäuspassion 26,14-27,66

Liedvorschläge: Aus dem Diözesananhang: Singt dem König Freudenpsalmen 852, Psalmvers176,2 und 173,1, 179,S: 469,AD: 470, K: 182+D188, Schlusslied 855

ZUR PROZESSION

Robert Locher erzählt in seinem Beitrag in der Zeitschrift „Die Botschaft heute“ Seite 60 von einem Bekannten, der als einfacher Mitarbeiter eines großen Betriebes sein tägliches Brot verdiente. Bei einem Preisausschreiben zog er das große Los seines Lebens: er gewann einen Mercedes. Überglücklich fuhr der Mann schon am nächsten Tag mit seinem neuen Wagen in die Firma zur Arbeit. Kaum hatte er mit dem Arbeiten begonnen, ließ ihn der Chef rufen und sagte ihm in etwa: „Fahren Sie mit ihrem Mercedes  am Wochenende mit ihrer Familie spazieren, machen sie damit sonst, was sie immer wollen, aber kommen sie mit dem Mercedes nicht mehr in die Firma. Es gehört sich nicht dasselbe oder gar ein noch größeres Auto zu fahren als der Chef.“  Das ist die Denkweise dieser Welt, die sich so ganz von der Einstellung Jesu unterscheidet.

Der Mercedes heute, war damals das Ross, das Pferd. Es  war das Reittier der großen Könige. Zu einem der hoch zu Ross daherkommt, schaut man auf, er stellte jemanden dar. Einen Esel hingegen hatte fast jeder. Als Arbeitstier schultert er die schwersten Lasten. Zudem ist er meist friedlich und genügsam. Soll den darauf der Messias in seine Stadt einziehen?  Der Evangelist Matthäus findet schon beim Propheten Sacharja 9,9 einen Hinweis. Der Messiaskönig kommt auf dem Lasttier der einfachen Leute. Jesus zieht von Bet-Phage am Ölberg in seine Stadt Jerusalem ein „auf einem geliehen Esel, den er gleich hernach seinem Besitzer zurückgeben lässt“  – wie Papst Benedikt in seinem neuen Jesusbuch ausführt(Jesus von Nazareth Seite 18) Er macht von dem Vorrecht der Könige gebrauch Transportmittel aus dem Besitz anderer für sich zu beanspruchen und das Tier erstmals zu besteigen. Bezugnehmend auf den Propheten Sacharja 9,9 kommt er somit als ein König der Armen, der den Kriegsbogen zerbricht und Frieden bringt. Jesus baut nicht auf Gewalt. Seine Macht ist anderer Art: es ist der Friede Gottes,  indem er die allein rettende Macht sieht. 

Statt rotem Teppich und aufwendiger Satteldecke dienen ihm die  Kleider der Menschen, statt Fahnen und Standarten die Zweige, statt festlichem Siegeszug, ein spontaner Umzug, bei dem auch Kinder mitmachen können. So ist der Palmsonntag auch besonders ein Tag der Kinder, der „pueri haebraeorum“. 

Dabei singen sie Gebetsworte der Pilgerliturgie aus dem Psalm 118: Hosanna, „Hilf doch Gott!“, Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn!“ Zunächst war dieser Ausruf ein Bittgebet um Regen während des Laubhüttenfestes, erhielt jedoch recht bald messianische Bedeutung, indem er sich zum Jubelruf wandelte, vor allem bei der Begrüßung der Pilger. Diese Worte werden im Sanktuslied einer jeden hl. Messe wiederholt. „Wie der Herr damals auf dem Esel in die Hl. Stadt einzog, so sah ihn die Kirche in der demütigen Gestalt von Brot und Wein immer neu kommen.“

Fahr keinen größeren Wagen als der Chef, könnte auch bedeuten, der Schüler ist nicht über seinen Meister. Dass wir ihm in dieser Woche besonders intensiv nachfolgen, nicht nur bei seinem Einzug, sondern auch auf seinem Kreuzweg.

Allgemeines Gebet der Gläubigen

Palmsonntag, Gremsdorf, 17. 4. 2011

Jesus ist der einzige Gerechte. Auf ihn vertrauen wir und zu ihm beten wir:

1. – Für die Menschen in großer persönlicher Not: die schwer Kranken und Enttäuschten, für die Arbeitslosen und Hungernden und für alle, die nicht mehr weiter wissen…

ALLE: Preist den großen König heut!

2. – Für die Mächtigen der Welt, denen die Sorge für Gerechtigkeit und Frieden anvertraut ist…

ALLE: Preist den großen König heut!

3.- Für die Menschen im Heiligen Land, die auf einen Retter und Erlöser warten, weil Gewalt und Unterdrückung zu ihrem täglichen Brot geworden sind…

ALLE: Preist den großen König heut!

Gott, unser Vater im Himmel. Deinen Sohn hast du durch Leiden und Tod zur Herrlichkeit geführt. Für ihn danken wir dir, und wir preisen dich, in dieser Zeit und in Ewigkeit. AMEN.

5. Fastensonntag, Sambach(VAM) und Gremsdorf, 10.04.2011

Sunday, April 10th, 2011

Ezechiel 37,12b-14; Ps. 130; Römer 8,8-11; Johannes 11,1-45

Liedvorschläge: 297 oder 164; 175; 191,1; 173,1; 858; 403 oder 834; 161; Kommunionlied 824 oder 826; Dankgesang 178; 584

Es gibt Menschen, die nur bei Licht einschlafen können. Sie haben große Angst vor der Finsternis. Deshalb schalten sie das Licht ein, wenn sie zu Bett gehen, oder ziehen zumindest die Rollläden hoch, damit wenigstens das Licht von der Straßenlaterne in ihr Schlafzimmer scheint. Andere  wiederum verwandeln die Nacht in den Tag, indem sie erst spät abends ausgehen und in der Nacht erst anfangen zu arbeiten. Zu diesen Ängsten passt das Psalmwort: „Meine Seele wartet auf den Herrn, mehr als die Wächter auf den Morgen.“

Dazu scheinen mir die geheimnisvollen Worte Jesu  zu passen: „Hat nicht der Tag 12 Stunden? Wenn jemand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht der Welt sieht; wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist.“ Das Bildwort geht von der Vorstellung aus, dass äußeres und inneres Licht sich entsprechen.  Es geht darum, die noch vorhandene Zeit zu nutzen. Mit der Frage nach den 12 Stunden des Tages, ist gemeint, dass noch genügend Zeit zur Verfügung steht, noch ist es Tag, an dem Jesus wirken kann.  Erst in der Unzeit der Nacht wird es gefährlich, wegen des fehlenden Lichtes stößt man wegen mangelnder Orientierungsmöglichkeit  leicht an oder stürzt gar. Die Zeit Jesu wird nicht durch menschliche Faktoren bestimmt, sondern allein durch den Willen Gottes. Solange aber Gott die Lebenszeit Jesu bestimmt, können auch die Menschen ihre finsteren Anschläge nicht durchführen. Auch sie bleiben dieser Zeit unterworfen; also ist die Angst der Jünger völlig unbegründet.

Zwischen dem Aufbruch nach Bethanien  und dem Aufbruch zum Leiden besteht ein enger Zusammenhang. Tod und Auferweckung des Lazarus stehen im engen Zusammenhang mit dem eigenen Los Jesu.  Warum eilt Jesus nicht gleich zu seinem Freund Lazarus, sondern lässt noch zwei volle Tage verstreichen, um erst am dritten Tag nach Judäa aufzubrechen? Das ist ein unübersehbarer Hinweis, auf die Auferstehung Jesu am dritten Tag. Die Jünger missverstehen zunächst den Vergleich des Todes mit dem Schlaf des Kranken.  Es kommt zu einem weiteren Missverständnis. Jesus spricht vom Schlaf des Todes, die Jünger aber verstehen seine Aussage wortwörtlich.  Darauf bestätigt er es: Lazarus ist gestorben. Ja, Jesus erklärt daraufhin noch eins drauf. Er freue sich sogar, dass er nicht dort war und das alles, damit die Jünger und die Menschen zum Glauben kommen.  

Die Begegnung Jesu mit Marta und das dabei stattfindende Glaubensgespräch bilden den inneren Höhepunkt der ganzen Lazarusgeschichte. Als der Herr  in Bethanien ankommt, lag der schon 4 Tage im Grab.  Nur noch 15 Stadien das sind 3 Km trennten ihn von Jerusalem.  Der Glaube der Marta ist offensichtlich größer als der ihrer Schwester. Bedauernd und als Erweis des Vertrauens bemerkt  sie, wenn Jesus hier gewesen wäre, hätte er sicherlich ihren Bruder geheilt. Ihr Vertrauen besteht aber auch jetzt noch zum Meister.  Zunächst bekennt sie auf seine Verheißung hin, ihren Glauben an die große Auferstehung der Toten am Jüngsten Tag, wie wir sie beim Propheten Ezechiel antreffen: „ Ich öffne eure Gräber und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf…Ich huche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig.“ –  Daraufhin folgt die überraschende Aussage Jesu: Ich bin die Auferstehung und das Leben.  Das heißt, dass, was die Gläubigen für sich einst erwarten, dass ist schon jetzt in Jesu Person gegeben. Der auf sie gerichtete Glaube, erschließt deshalb auch gleich die Teilhabe an der Auferstehung  und am ewigen Leben. Zwar bleibt das Sterben dem Glaubenden nicht erspart, aber auch wenn er stirbt, wird er leben und zwar für immer und ewig.  Das ewige Heil erfährt durch den leiblichen Tod keinerlei Beeinträchtigung.  Von hier aus verändert sich auch die Einstellung zum irdischen Leben. Auf die ausdrückliche Frage nach ihrem Glauben, bekennt Marta: Ja, Herr,  ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn  Gottes, der in die Welt kommen soll.

Jeder Mensch hat Angst vor dem Tod. Diese Angst steckt eigentlich hinter allen unseren Ängsten und Befürchtungen, nicht nur hinter der Angst vor der Dunkelheit und der Nacht. Im Glauben an die Auferstehung können uns diese Ängste weitgehend genommen werden. Ja, wenn unser eigenes Lebensziel in der Vereinigung mit Christus besteht und  Teilnahme am ewigen Leben Gottes ist, dann relativiert sich auch der Schmerz um einen lieben Verstorbenen. Denn wir wissen ihn bei Gott gut aufgehoben. „Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er auch euren sterblichen Leib lebendig machen.“ AMEN. 


5. Fastensonntag, Sambach und Gremsdorf,  13. April 2011

Durch Profitgier  und Unverständnis werden viele Lebensräume  in der Dritten Welt zerstört, so viele Regenwälder abgeholzt, dass vielen Menschen kaum noch Hoffnung bleibt. Wir wollen Gott bitten, dass er in dieser Welt seine Macht zeigt, wie er sie durch unseren Erlöser Jesus Christus offenbart hat:

 

1.       – Wenn in der Kirche und in der Christenheit Angst und Kleinmut

um sich greifen, dann stärke alle, die deinen Namen anrufen…

ALLE: Aus der Tiefe rufen wir, Herr, zu dir!

 

2.       – Wo Menschen in der dritten Welt verarmt oder verzweifelt sind,

dann wecke bei uns viele Spender und Helfer für Misereor…

ALLE: Aus der Tiefe rufen wir, Herr, zu dir!

3.-  Wenn Kinder  aus unseren Pfarrgemeinden sich auf die Erstkommunion vorbereiten, dann schenke ihnen viel Eifer und Liebe…

ALLE: Aus der Tiefe rufen wir, Herr, zu dir!

4.- Was Menschen krank macht an Leib und Seele, das nimm du in deine heilenden Hände…

ALLE: Aus der Tiefe rufen wir, Herr, zu dir!

5. – Wenn viele Menschen in eine ungesicherte Zukunft blicken, so nimm dich um die Angehörigen der 150 Todesopfer  des Flüchtlingsbootes vor Lampeduza an und um die Völker,  in den Kriegs- und Katastrophengebieten…

ALLE: Aus der Tiefe rufen wir, Herr, zu dir!

6.- Wenn unsere Verstorbenen von uns gegangen sind, so nimm sie auf in dein Leben und deine Auferstehung…

ALLE: Aus der Tiefe rufen wir, Herr, zu dir!

Herr, unser Gott, du hast Erbarmen mit uns Menschen und führst durch Leid und Tod hindurch zum Leben. Dir sei Dank und Lob gesagt jetzt und in Ewigkeit. AMEN.

 

 

4. Fastensonntag, Laetare, Gremsdorf und Neustadt, 3.4.11

Sunday, April 3rd, 2011

1 Samuel 16,1-13; Psalm 23; Epheser 5,8-14; Johannes 9,1-41

Liedvorschläge: 165 oder 162; Antwortpsalm 527,4; Ruf vor dem Evangelium: 173,1; Gabenbereitung 643; Sanktus: 434; Agnus Dei 435; Kommunion: 555; Dankgesang: 634,1,5,6; Zum Auszug 579

Vor meiner Wohnung blüht zurzeit ein wunderschöner Forsythienstrauch. Ich kann mich nicht satt sehen an dem leuchtenden Gold- Gelb. Das menschliche Auge ist der beste Farbfernseher, den es auf der Welt gibt.  Auf der Netzhaut z. B. befinden sich 127 Millionen Lichtrezeptoren und die Nervenleitungen zum Gehirn bilden einen Strang mit einem halben Zentimeter Durchmesser. Das Augenlicht ist eine kostbare Gabe, die wir meistens erst dann schätzen, wenn sie nachlässt oder verloren geht oder wenn mal die Brille kaputt geht oder wieder mal verlegt ist.  Vor zwei Wochen waren es die Krokusse, die dies Jahr mit  Verspätung schlüpften.

Vom Augenlicht und vom richtigen Sehen, ist auch in den Lesungen des 4. Fastensonntages die Rede. Im Evangelium öffnet der Herr Jesus die Augen des blind geborenen Mannes. Er salbt seine Augenlider mit einem Gemisch aus Speichel und Erde. So erhält er das Augenlicht geschenkt. In der Lesung aus dem 1. Buch Samuel, sucht der   Prophet, den aus den 7 Söhnen des Isai, den der Herr erwählt hat, um ihn als König über Israel zu salben. Beinahe hätte  Samuel wegen seiner stattlichen Erscheinung den falschen ausgemustert, aber der Herr verwirft seine Wahl und gebietet ihn weiter zu suche. Denn „Gott sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz.“  So wird der jüngste Sohn David von den Herden weg gerufen und zum König über Israel gesalbt.

Propheten waren wie die Könige in Israel –  Hirten – und trugen wie diese stets ein Salbhorn mit Öl bei sich, um die Wunden der verletzten Tiere zu behandeln. Öl heilt ja bekanntlich. Im Hirtenpsalm 23: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen, heißt es ausdrücklich: „Du salbst mein Haupt mit Öl“ So vermag der bedrängte Mensch auch durch finstere Schluchten wandern und auch durch die dunkle Schlucht des Todes. Denn Gott  ist mit ihm.

Der Epheserbrief zitiert einen alten Hymnus der Urgemeinde, in dem es heißt „Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein.“  Christus, das heißt „der Gesalbte“ ist das Licht der Welt ist, das uns aus der Finsternis zu Kindern des Lichtes berufen hat. Unser Blick weitet sich bereits hin zur Osternacht, die mit dem Entzünden der Osterkerze beginnt. Als Auferstandener erleuchtet er unseren Seelengrund  in der heiligen  Taufe. Deshalb bezeichnete man in der Urkirche die Neugetauften als die Erleuchteten. (Iluminati – Photistoi) Von hier  aus bildet sich erneut eine Klammer zum Evangelium, wo Jesus ausdrücklich sagt: Solange, ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.

Es geht Jesus aber nicht nur um eine oberflächliche Heilung des Auges, sondern auch um eine innere, die des Herzens und der Seele. Der Glaube öffnet uns die Augen des Herzens. In der Gemeinschaft mit dem Licht Christi, sind wir selber zum Licht geworden. Deshalb ergeht an uns die Forderung: „Lebt als Kinder des Lichtes…Prüft, was dem Herrn gefällt, habt nichts gemeinsam mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, sondern deckt sie auf!“ Das tun wir, wenn wir in den Tagen der österlichen Bußzeit besonders intensiv unser Gewissen erforschen und uns auf eine gute Osterbeichte vorbereiten.

Die Salbung Davids zum König bewirkte,  dass der Geist des Herrn auf ihn herabkam und mit ihm und seiner Königsherrschaft war. In der Firmung erhielten auch wir die Gaben des Heiligen Geistes. Der Psalmensänger, der die Salbung seines Hauptes im Angesicht seiner Feinde erlebt, erhält das nötige Licht, um durch die dunkle Schlucht des Leidens hindurch gehen zu können. Mit dem Öffnen der Augen des blind geborenen, öffnet der Herr sein Leben für den Glauben. Während sich die Pharisäer um Vordergründiges und Nebensächliches streiten,  ob  so eine Heilung am Sabbat erlaubt sei und ob ein Sünder so etwas zu bewerkstelligen vermag, geht es Jesus um Wesentliches. 

Auf die Frage Jesu, ob der Geheilte an den Menschensohn glaubte, antwortete dieser mit der Gegenfrage ehrlich: „Wer ist das Herr? Sag es mir, damit ich an ihn glaube.“ Es muss für ihn umwerfend gewesen zu sein, zu erfahren: „Du siehst ihn vor dir. Er, der mit dir redet, ist es!“ – In unserer Gesellschaft wird viel über Zahlen und Statistiken diskutiert und gestritten. Damit lässt sich am trefflichsten Wahlkampf betreiben.  Da geht es um die richtigen oder falschen Zahlen bei den Arbeitslosen, um wie viel die Harz IV. – Empfänger mehr bekommen sollen, wie viele und wie schnell die Atomkraftwerke abgeschaltet werden können.  Auch in der Kirche geht es nicht anders zu. Nebensächliches und Zweitrangiges wird hochstilisiert, und die eigentliche Gottesfrage verdrängt. Leicht wird dabei vergessen, dass es sich dabei immer um Menschen handelt und ihre Schicksale.

Es geht neben dem Blick für das Wesentliche auch um den Blick für das Ganze des Glaubens. Das Ziel der Heilung, besteht nicht nur darin, dass  jemand wieder sehen kann, sondern, dass jemand ganz neu glauben kann.  Das Bekenntnis des Geheilten: „Ich glaube, Herr!“ macht deutlich, hier ist einer, der ganz neu, ganz Mensch geworden ist.  Dazu wollen auch wir uns jetzt bekennen:

4. Fastensonntag, Gremsdorf und Neustadt, 3.04.2011

Herr Jesus Christus, du bist als Licht in unsere Welt gekommen, um die Finsternis zu vertreiben. In den Dunkelheiten unseres Lebens dürfen wir dich bitten:

1.       – Für alle, die sich Christen nennen: Sei ihnen in den Gefährdungen des Lebens nahe mit deiner Gnade, damit sie als Kinder des Lichtes leben können…

ALLE: Herr, du gibst Trost und Zuversicht!

2.       – Für alle, die in einer Lebenskrise stecken oder an einer unheilbaren Krankheit leiden: Schenke ihnen Wegbegleiter, die sie aufrichten und ihnen beistehen…

ALLE: Herr, du gibst Trost und Zuversicht!

3.       – Für alle, die blind geworden sind für die Schuld und die  Sünden ihres Lebens: damit sie den Mut aufbringen sich selbst anzusehen und zu bekehren

ALLE: Herr, du gibst Trost und Zuversicht!

4.       – Für die Menschen, die in Ländern leben, die vom Bürgerkrieg und Katastrophen heim gesucht sind, wie die Elfenbeinküste, Libyen und Japan… 

ALLE: Herr, du gibst Trost und Zuversicht!

5.       – Für unsere Verstorbenen: Lass ihnen das Licht deiner ewigen Herrlichkeit leuchten…

ALLE: Herr, du gibst Trost und Zuversicht!

Guter Gott, du schaust mit barmherzigen Augen jeden Menschen an. Wir vertrauen deiner Barmherzigkeit mehr als deinem Gericht. Höre und erhöre uns durch Christus, unseren Herrn. AMEN.